Die Vorbereitungsarbeiten für den Bau der Riggertalschleife für den Zug wurden am Montag (16. Oktober) im Beisein der Vertreter von Land, RFI und der STA an das Unternehmen ICM übergeben.
Für die ersten Arbeiten zum Bau der 3,8 km langen Bahnschleife im Riggertal haben am Montag (16. Oktober) neben Vertretern des Landes mehrere Bürgermeister, der Präsident der Bezirksgemeinschaft, die für Bahninfrastruktur zuständige Kommissarin der italienischen Regierung, Paola Firmi, und Giuseppe Romeovom italienischen Schienennetzbetreiber RFI sowie Vertreter der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA), Techniker und Planer nördlich von Vahrn das Startsignal gegeben.
Die Riggertalschleife ist die direkte Bahnverbindung zwischen Schabs und der Brennerbahnlinie, die eine Direktanbindung der Züge von Brixen ins Pustertal ermöglicht. Die Fahrtzeit zwischen Bozen und Bruneck verkürzt sich um 17 Minuten, womit die Verbindung nach Brixen und Bozen vom Pustertal aus wesentlich attraktiver wird. Im Zuge der Genehmigung des Süditrolplans für die Mobilität wurde die Bedeutung dieses Projekts für die Verringerung des individuellen motorisierten Verkehrs hervorgehoben.
Zunächst Sondierungen, dann beginnen die Bauarbeiten
Am 29. Mai dieses Jahres hatte RFI die Ausschreibung für den Bau der Riggertalschleife im Gesamtwert von 138 Millionen Euro dem Unternehmen ICM aus Vicenza zugeschlagen. In den kommenden Wochen wird nun das Unternehmen zunächst Erhebungen, Überprüfungen und Sondierungen durchführen. Anschließend können die Bauarbeiten beginnen.
Es sei seit jeher Ziel der Mobilitätspolitik, das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten. Dazu gehören beispielsweise die Verringerung der Fahrtzeit ebenso wie ein enger Taktfahrplan, unterstrich der Landeshauptmann.
17 Minuten weniger Fahrzeit
Durch die neue Infrastruktur gewinnen die Fahrgäste bis zu 17 Minuten Zeit und es werden mehr Fahrten angeboten. Mit dem Bau der Riggertalschleife soll die Pustertalbahn direkt mit dem Bahnhof Brixen verbunden werden. Mit den beiden neuen Zughaltestellen in Natz-Schabs und Vahrn werden neue Zugänge für den öffentlichen Bahnverkehr geschaffen. Zusammen mit weiteren Bahnprojekten in den anderen Landesteilen – etwa die Elektrifizierung der Vinschger Bahn und die Potenzierung der Meraner Bahnlinie – sei das Vorhaben für das Schaffen eines Taktfahrplans wichtig: also noch besser aufeinander abgestimmte Fahrten nach einem festen Takt.
Die fast 4 km lange Schleife für die Bahn im Riggertal verläuft unter der Brennerautobahn A22 und der Brennerstaatsstraße in einem 800 m langen Tunnel, überquert den Eisack mit einer 172 m langen Bogenbrücke, führt über einen Kilometer entlang der Pustertaler Staatsstraße (SS 49bis) und bindet dann mit einem 450 m langen Tunnel und der neuen Haltestelle Natz-Schabs an die bestehende Bahnlinie an.