Sport
Biathlon: Patrick Braunhofer setzt starkes Ausrufezeichen
01.12.2025
Ein Patrick Braunhofer in Topform hat beim Start der Herren-Staffel für Aufsehen gesorgt. Der Ridnauner nutzte das verhaltene Rennen der Konkurrenz eiskalt aus und hielt Italien früh in den vorderen Positionen. Im Gespräch mit „Fondo Italia“ zeigte er sich entsprechend zufrieden mit seinem Auftritt: „Ich bin überglücklich. Schon in Geilo hatte ich ein gutes Gefühl und heute konnte ich das wiederholen. Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung. Wir sind alle gleich stark losgelaufen, und obwohl ich gestern ein wenig Bedenken hatte, konnte ich das Tempo halten. Ich habe gut gefinisht – nicht perfekt, aber sehr ordentlich.“
Braunhofers Einsatz bestätigte die positiven Eindrücke aus dem Training, sowohl in der Loipe als auch am Schießstand. Besonders sein kämpferischer letzter Abschnitt ließ aufhorchen: „Ich habe wieder dieses Gefühl gefunden, die nötige Aggressivität zu haben und bis zum Schluss zuzubeißen. Damit bin ich sehr zufrieden.“
Am Schießstand bewies er zudem starke Nerven, gerade im Stehendanschlag, als böiger Wind selbst Top-Nationen vor Probleme stellte. „Ich hatte mit Fabio Cianciana abgesprochen, möglichst weit nach vorne zu gehen, um etwas Schutz zu bekommen, weil der Wind von Stand 30 bis 1 blies. Ich dachte zuerst, das würde schiefgehen, weil ich mich nicht richtig gedeckt fühlte und stark zitterte. Den ersten Schuss habe ich schnell abgegeben, dann kam die Windböe. Ich habe um die restlichen vier Schüsse gekämpft, einer ging daneben, aber das Nachladen lief gut.“
In der Single-Mixed-Staffel blieb der amtierende Europameister in der Verfolgung gemeinsam mit Hannah Auchentaller am zweiten Wettkampftag zwar ohne Strafrunde, doch elf Nachlader verhinderten eine bessere Platzierung. Braunhofer nahm die Schwächen am Schießstand selbstkritisch auf: „Es gab einige ziemlich dumme Fehler von meiner Seite, die ich normalerweise nicht machen würde.“ Trotz guter läuferischer Form kosteten die Ungenauigkeiten wertvolle Sekunden.
Der 27-Jährige aus Ridnaun bleibt jedoch optimistisch. Seine läuferische Präsenz und seine Routine lassen erwarten, dass er in den kommenden Rennen eine wichtige Rolle im azurblauen Team spielen kann.