Kultur
Filmtipp: „Persona non grata“
06.01.2026
Als ihr Ehemann plötzlich stirbt, gerät die ehemalige Skifahrerin Andrea (58 Jahre) in ein ganz anderes Drama. Ein Nachbar nutzt ihre verletzliche Situation aus und überfällt sie. Die Polizei rät ihr davon ab, Anzeige zu erstatten. Die Situation erinnert sie an das, was ihr in ihrer Jugend widerfahren ist: Damals wurde sie im Skiclub missbraucht. Schon damals wusste sie, dass der mächtige Österreichische Skiverband den Täter decken würde.
Inzwischen hat jedoch auch Österreich die #MeToo-Bewegung erreicht, und immer mehr Fälle sexueller Gewalt im Sport werden öffentlich. Als der Skiverband sich weigert, eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer einzurichten, macht Andrea ihre Geschichte öffentlich. Daraufhin schlägt ihr eine Welle von Vorwürfen entgegen. Auch ihre Eltern und ihre schwangere Tochter Sara (22 Jahre) reagieren zunächst mit Unverständnis.
Doch es melden sich auch Stimmen der Unterstützung – und Sara beginnt langsam zu begreifen: Wofür ihre Mutter kämpft, ist eine viel größere Sache.
Eine Geschichte über Freiheit, basierend auf wahren Begebenheiten, inspiriert vom Leben der ehemaligen österreichischen National-Skiläuferin Nicola Werdenigg. Ein Film über eine außergewöhnliche Frau.
Vor über einem Jahr hat Albolina Film mit Sitz in Bozen den Film in die Kinos gebracht. Gedreht wurde u. a. auch im Skigebiet Ratschings-Jaufen.