Das U19-Raftingteam des ASV Sterzing hat sich in der vergangenen Saison eindrucksvoll weiterentwickelt und mit starken Platzierungen auf nationaler Ebene aufhorchen lassen. Nun steht der nächste große Schritt an: der Aufstieg in die U23. Mit Teamgeist blicken die jungen Athleten zuversichtlich in die Zukunft.
Der ASV Sterzing Rafting blickt auf eine erfolgreiche Vereinsgeschichte zurück. Der letzte große Erfolg war der Weltmeistertitel des U23-Teams im Jahr 2018 mit Damiano Casazza, Michael Zanella, Mark Mair und Martin Unterthurner.
Derzeit stellt der Verein zwei Seniorenteams sowie ein U19-Team. Der sportliche Fokus liegt derzeit auf der Nachwuchsarbeit, insbesondere auf der U19 mit Loris Giovanelli, Raphael Lungkofler, Mattia Splendori, Patrick Hofer und Peter Knollenberger. Das junge Team nahm in der vergangenen Saison an der italienischen Meisterschaft teil und überzeugte mit starken Leistungen: Im Oktober belegten die Athleten beim Rennen in Terni auf der Nera (Flussabschnitt Marmore) den 2. Platz in der Abfahrt, beim abschließenden Rennen im November in Verona erreichten sie im RX (Head-to-Head) den 4. Rang.
„Die Jungs sind in der vergangenen Saison als Team enorm gewachsen. Sie haben gelernt, eigenständig Entscheidungen über Linienwahl und Renneinteilung zu treffen, und haben sich vor allem im taktischen sowie im körperlichen Bereich deutlich verbessert“, so Trainer Robert Schifferle, selbst ehemaliger erfolgreicher Rafter. Einen wichtigen Stellenwert nimmt das Kraftaufbautraining ein: Je besser die körperliche Fitness der Athleten, desto geringer ist der notwendige Trainingsumfang im Wasser – ein Vorteil, da Wassertraining oft mit terminlichen Herausforderungen verbunden ist. Die Einheiten auf dem Wasser, insbesondere das Techniktraining, finden überwiegend an den Wochenenden statt.
Trainingsstützpunkt des ASV Sterzing Rafting ist der Mareiter Bach in Gasteig. Der kanalisierte und ruhige Abschnitt eignet sich ideal für Einwärmphasen sowie Technik- und Koordinationstraining. Die eigentliche Wildwasserstrecke mit mittlerem Schwierigkeitsgrad befindet sich auf dem Eisack zwischen Stilfes und Mauls. Dort liegt der Schwerpunkt auf der Linienführung: Ziel ist es, in der Hauptströmung die schnellste Linie zu finden und Hindernisse wie Steine oder Flussbiegungen optimal zu überwinden. Erfahrung spielt dabei eine entscheidende Rolle.
In der bevorstehenden Saison steigt das Team in die U23-Kategorie auf. Damit wächst die Konkurrenz deutlich: mehr Boote am Start, stärkere Gegner und zusätzliche Herausforderungen durch die oft schwierige Vereinbarkeit von Schule, Studium, Beruf, Familie und Sport. Dennoch blickt der Verein zuversichtlich in die Zukunft. „Wenn das Team in dieser Konstellation zusammenbleibt und weiterhin gemeinsam wertvolle Erfahrungen sammelt, kann es in den nächsten Jahren ein wichtiger Leistungsträger werden“, so Schifferle.