Gesellschaft
Cybermobbing und Künstliche Intelligenz: Carabinieri informieren Schüler
24.01.2026
An der Mittelschule „Alessandro Manzoni“ in Brixen fand ein Informations- und Sensibilisierungsseminar zu den Themen Mobbing und Cybermobbing statt.
Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Brixen, Hauptmann Giuseppe Specchio, führte die Veranstaltung gemeinsam mit Oberwachtmeisterin Elisa Florineth durch. Das Treffen stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Klassen nahmen aktiv teil und beteiligten sich an einem offenen Austausch über die Herausforderungen der digitalen Welt sowie über soziale Dynamiken unter Gleichaltrigen.
Ausgehend von der Präsentation mit dem Titel „Cybermobbing und KI: eine verborgene Fragilität im Netz“ erläuterte Hauptmann Specchio die Unterschiede zwischen traditionellem Mobbing und Cybermobbing. Dabei wurde insbesondere darauf hingewiesen, dass Anonymität, die dauerhafte Verfügbarkeit von Inhalten im Internet und das Fehlen räumlicher Grenzen digitale Übergriffe besonders heimtückisch machen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Künstlichen Intelligenz, die als zweischneidiges Instrument dargestellt wurde. Während sie einerseits wertvolle Unterstützung in der Präventionsarbeit leisten kann, besteht andererseits die Gefahr eines missbräuchlichen Einsatzes, etwa zur Erstellung von Deepfakes oder zur Verstärkung von Belästigungen durch automatisierte Chatbots. Um den Schülerinnen und Schülern eine bessere Einschätzung problematischer Verhaltensweisen zu ermöglichen, wurde das sogenannte „Bullizzometro“ vorgestellt, ein von den Carabinieri entwickeltes Instrument zur Selbsteinschätzung, das zwischen Scherz, Mobbing und strafrechtlich relevantem Verhalten unterscheidet.
Im Verlauf des Seminars wurden den Jugendlichen zudem praxisnahe Hinweise vermittelt, wie sie respektvoll mit digitalen Medien umgehen, ihren eigenen digitalen Fußabdruck reflektieren, sich bei Übergriffen schützen und Betroffene aktiv unterstützen können, anstatt passiv zuzusehen.