Verkehr
Intensive Zusammenarbeit bei Verkehrsthemen
02.02.2026
Die Zusammenarbeit im Rahmen von iMONITRAF! wird bis ins Jahr 2028 fortgesetzt: Die Verkehrslandesräte René Zumtobel (Tirol), Daniel Alfreider (Südtirol) und Mattia Gottardi (Trentino) haben kürzlich das neue Abkommen in Trient unterzeichnet.
Seit 2005 arbeiten die Euregio-Länder Tirol, Südtirol und Trentino mit der Zentralschweiz in Sachen Verkehr zusammen, sammeln primär Zahlen, Daten und Fakten, setzen gemeinsame Initiativen um und tauschen sich über Maßnahmen aus.
Laut Alfreider habe die Güterverlagerung von der Straße auf die Schiene in der iMONITRAF!-Strategie oberste Priorität. Dafür seien nicht nur für die Straße, sondern auch für die Schiene verlässliche Daten und Datenaustausch unerlässlich. Nur so könnten faktenbasierte Entscheidungen zur Vertiefung der Korridorpolitik beitragen. Auf einen neuen Schwerpunkt verweist René Zumtobel: „Wir wollen den Datenaustausch – etwa Studienergebnisse, Verkehrszählungen, Messwerte zur Luftgüte – einheitlicher gestalten und gut abstimmen. So können wir die gesammelten Daten – die Grundlage für fundierte Empfehlungen an die politischen Entscheidungstragenden – rascher und effizienter veröffentlichen.“ Mattia Gottardi betont, dass auch die Umstellung auf batterieelektrische Lkw Einsparungspotenzial birgt, wenn auch nicht so viel wie auf der Schiene. Ein wichtiger Faktor dafür sei der Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang der Hauptverkehrsachsen. Ein Schwerpunkt wird 2026 daher auf das Datenmonitoring der Ladeinfrastruktur an den Alpenkorridoren gelegt.
Der Jahresbericht 2024 von iMONITRAF! ist online einsehbar, jener für 2025 wird im ersten Quartal 2026 veröffentlicht.
Am 28. Jänner fand in Trient auch die Präsidentenkonferenz der Aktionsgemeinschaft Brennerbahn (AGB) statt. Unter Trentiner Vorsitz arbeiten darin die drei Euregio-Länder mit dem Freistaat Bayern, der Provinz Verona sowie den Handels- bzw. Wirtschaftskammern und Bahnbetreibern zusammen – mit Fokus auf der Verlagerung von Gütern auf die Schiene. Ein Ziel ist es, den intermodalen Verkehr – also Langstreckengüterverkehr auf der Schiene, letzte Meile auf der Straße – zu etablieren. Ein Workshop zielte darauf ab, dass die Terminalbetreiber stärker zusammenarbeiten, Wissen austauschen und die Infrastruktur verbessern.
Im Bild die Landesräte Mattia Gottardi (Trentino) und René Zumtobel (Tirol); Foto: Land Trentino
(LPA)