Sport
Schwarzer Tag für Herren-Staffel
18.02.2026
Es hätte der große Tag der italienischen Herren-Staffel werden können. Mit konstanten Ergebnissen in dieser Saison reisten die Azzurri mit berechtigten Hoffnungen nach Antholz. Doch statt eines Angriffs auf eine Olympia-Medaille setzte es für das Quartett um Patrick Braunhofer eine herbe Enttäuschung: Am Ende stand lediglich Rang 14 zu Buche.
Am Schießstand hielten Braunhofer, Lukas Hofer, Nicola Romanin und Schlussläufer Tommaso Giacomel durchaus mit der Weltspitze mit. Insgesamt neun Nachlader – davon drei im letzten Schießen – sind im internationalen Vergleich eine mehr als ordentliche Bilanz.
Doch in der Loipe lief nichts zusammen. Mit einem Rückstand von 4.28 Minuten auf Olympiasieger Frankreich überquerte Italien die Ziellinie. Es war die schwächste Laufzeit des gesamten Feldes.
Im Mittelpunkt stand Startläufer Patrick Braunhofer. Der Ridnauner, der zuletzt mit Platz 14 im Einzel sein Karrierebestergebnis gefeiert hatte, ging mit viel Selbstvertrauen ins Rennen. Zwei Fehler im Liegendanschlag verhinderten jedoch einen optimalen Auftakt. Als Vorletzter übergab er an Hofer – eine Hypothek, die das Team nicht mehr aufholen konnte.
Braunhofer präsentierte sich kämpferisch, fand in der tiefen, von Neuschnee gesäumten Loipe aber keinen Rhythmus. Ein Stockbruch in der ersten Runde brachte einen zusätzlichen Dämpfer.
Auch Trainer Klaus Höllrigl rang nach dem Rennen um Erklärungen. Die Schießleistung stimmte, doch läuferisch blieb das gesamte Quartett weit hinter den Erwartungen zurück. Lediglich Giacomel redete Klartext und sprach von schlechtem Material.
Während bei Italien Ernüchterung herrschte, feierte Frankreich den Olympia-Sieg. Nach einer Strafrunde von Startläufer Fabien Claude kämpften sich Emilien Jacquelin, Quentin Fillon Maillet und Eric Perrot eindrucksvoll zurück und sicherten sich Gold. Silber ging an Norwegen, Bronze an Schweden.