Gesellschaft
Tödliches Lawinenunglück
19.02.2026
Am Mittwoch (18. Februar) hat sich in Navis im nördlichen Wipptal ein tödliches Lawinenunglück ereignet.
Kurz nach 13.00 Uhr Uhr wurden im Gemeindegebiet von Navis zwei befreundete deutsche Tourengeher – ein 43-Jähriger (Landkreis Ostalpkreis) und ein 50-Jähriger (in Belgien wohnhaft) – im Bereich der „Oberen Knappenkuchl“ (2.120 m) von einer Schneebrettlawine erfasst, die sich in einem 40 bis 45 Grad steilen, felsdurchsetzen Hang gelöst hatte. Beide hatten ihr ursprüngliches Ziel, den Berggipfel des Geier in den Tuxer Alpen, aufgrund der Gefahrensituation bereits aufgegeben und durchquerten gerade nahe eines Wandfußes ein Flachstück auf dem Weg zu einer Schutzhütte.
Der 50-Jährige wurde von der rund 200 m breiten und rund 100 m langen Lawine teilweise, der 43-Jährige ganz verschüttet. Der Ältere konnte sich selbst aus den Schneemassen befreien und seinen Partner mit dem LVS-Gerät orten, mittels Sonde lokalisieren und den bis zu 180 cm tief Verschütteten schließlich ausgraben.
Er setzte einen Notruf ab und begann mit den Reanimationsmaßnahmen, da der 43-Jährige keinerlei Atemaktivität zeigte.
Die Reanimationsmaßnahmen wurden von der Ärztin des angeforderten Notarzthubschraubers weitergeführt. Diese blieben jedoch ohne Erfolg, das Lawinenopfer verstarb an der Unfallstelle.
Der Tote wurde mit dem Hubschrauber des Innenministeriums, sein Begleiter mit dem Notarzthubschrauber ins Tal geflogen.
Im Einsatz standen zwei Notarzthubschrauber, ein Hubschrauber des Innenministeriums, fünf Bergrettungskräfte der Ortsstelle Matrei am Brenner, zwei Alpinpolizisten, eine Streife der Polizeiinspektion Steinach-Wipptal und das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes.