Am Sonntag (1. März) öffnet die Festung Franzensfeste als Teil der Südtiroler Landesmuseen ihre Tore für die Saison 2026. Bisher stehen zwölf Veranstaltungen aus Kunst, Kultur und Geschichte auf dem Jahresprogramm. Die FORT biennale wird das diesjährige Highlight sein.
Am 13. Juni findet die Eröffnung der FORT biennale statt, die heuer zum zweiten Mal nach ihrer Premiere im Jahre 2024 ausgetragen wird. Das kuratorische Team der diesjährigen Biennale, hervorgegangen aus einem zweistufigen Wettbewerb und bestehend aus Andrea Lerda, Hannes Egger und Veronika Vascotto wird regionale und internationale künstlerische Positionen in den historischen Räumen der Festung Franzensfeste präsentieren. Einige Arbeiten werden neu und eigens für die Ausstellung ortsbezogen entstehen. Die gesamte Ausstellung orientiert sich am Thema „Zusammen-kommen“ und trägt den Titel Reclaiming collective.
Am 4. März lädt die Festung Franzensfeste im Rahmen der vom Johanneum Graz initiierten Aktion Schule schaut Museum alle Schulklassen ein und öffnet an diesem Tag ihre Tore bei freiem Eintritt. Neben den bewährten Führungen präsentiert die Festung heuer zwei neue Workshops: einen interaktiven Workshop zu Vorurteilen sowie einen Workshop zu Nationalismus, der anhand der heurigen Fußball-WM historische Grenzen und Identitätsvorstellungen der Jahre 1826 und 1926 erlebbar macht. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Wer sich in die Innenräume der Festung begibt, kann ab 1. März wieder in die Dauerausstellungen der Franzensfeste besuchen: „Eingebunkert. Bunker in Südtirol“ gibt Einblicke in die Verteidigungsanlagen des Landes und vermittelt die komplexen internationalen Verflechtungen von Faschismus, Nationalsozialismus, Aufrüstung und Krieg. „Kathedrale in der Wüste“ beleuchtet hingegen die Entstehung und den Bau der Festung und präsentiert Anekdoten über den Verbleib und den Transport des Goldes.
Die Festung Franzensfeste versteht sich als offener Kulturort. Zeitgeschichte wird zum Leben erweckt, Vergangenheit und Gegenwart stehen im direkten Dialog. So soll kultureller Austausch gelingen. Besucher dürfen einen Großteil des 65.000 m² großen Geländes frei erkunden, Kunstinstallationen entdecken.
Nach fast 30.000 Besucher im Jahr 2025 freuen sich die Mitarbeiter und Direktor Emanuel Valentin auf eine inspirationsreiche, erfolgversprechende Saison 2026: „Wir verwalten die größte historische Anlage Südtirols und verstehen uns als Vermittler und Gastgeber. Das Staunen unserer Besucher ist unsere tägliche Motivation, ständig neue Geschichten aus der Festung zu präsentieren“, so Emanuel Valentin.
Zu den geplanten Veranstaltungen gehören weiters der Internationale Tag der Museen am 18. Mai, der Workshop zu Camera Obscura im Rahmen der ersten Ausgabe des ANALOGUE Photo. Festivals am 14. Juni, der Familiensonntag am 20. September und der Tag der zeitgenössischen Kunst (AMACI) am ersten oder zweiten Samstag im Oktober.
Die Festung ist im März und April sowie von 25. Oktober bis 8. November täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr und von Mai bis 24. Oktober täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr zugänglich. Führungen, die Bersucher auch in den oberen Teil der Festung bringen, können auf Anfrage reserviert werden.
Infos: www.franzensfeste.info