Gesellschaft
Lawinenabgang fordert Todesopfer
09.03.2026
Am Sonntag (8. März) ist es in Neustift im Stubaital zu einem tödlichen Lawinenabgang gekommen.
Gegen 11.30 Uhr wollte auf dem „Stubaier Höhenweg“ im Gemeindegebiet Neustift im Stubaital auf einer Seehöhe von rund 2.020 m ein Schneeschuhwanderer eine etwa 30 m breite und 35 bis 40 Grad steile Rinne überqueren. Es löste sich jedoch ein Schneebrett, das den Mann mitriss und komplett verschüttete.
Augenzeugen, die am Steig vor der Rinne warteten, beobachteten den Lawinenabgang und setzten die Rettungskette in Gang. Die Crew des alarmierten Notarzthubschraubers konnte im Zuge eines Überflugs das Signal eines Lawinenverschüttetensuchgeräts empfangen. In der Folge wurde der leblose Körper des Schneeschuhwanderers durch Kräfte der Bergrettung ausgegraben.
Der vor Ort befindliche Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Der Leichnam wurde im Rahmen des Erhebungsfluges durch den Polizeihubschrauber und die Alpinpolizei geborgen und ins Tal geflogen.
Die Sturzbahn der Lawine erstreckte sich über rund 700 Höhenmeter. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete zur Klärung der Todesursache eine Obduktion an.
Im Einsatz standen der Notarzthubschrauber „Christophorus 1“, der Polizeihubschrauber „Libelle Tirol“, Kräfte der Bergrettung Neustift im Stubaital sowie ein Bergrettungshundeführer und mehrere Beamte der Alpinpolizei und der zuständigen Polizeiinspektion.