Gesellschaft
Eishalle: Verhandlung im Mai
06.04.2026
Im Gerichtsverfahren rund um den Einsturz der Sterzinger Eishalle vom 10. Februar 2021 gibt es neue Entwicklungen hinsichtlich der juristischen Aufarbeitung. Nachdem Übersetzungsprobleme die Vorverhandlungen zuletzt ausgebremst hatten, traf Richterin Elsa Vesco nun eine richtungsweisende Entscheidung: Sie lehnte den Antrag der Verteidigung ab, sämtliche Gutachten vollständig neu übersetzen zu lassen. Stattdessen wurde lediglich die Übersetzung der Anlagen sowie der Parteiengutachten angeordnet.
Vorausgegangen war Kritik der drei deutschsprachigen Angeklagten, die auf inhaltliche und technische Differenzen zwischen der italienischen Originalfassung und der vorliegenden deutschen Übersetzung hingewiesen hatten.
Trotz der Überlegung einiger Verteidiger, für ihre Mandanten ein verkürztes Verfahren zu beantragen, sprach sich Richterin Vesco gegen eine Aufteilung der Verhandlung aus. Das Verfahren wird somit weiterhin für alle sieben im Ermittlungsregister eingetragenen Personen gemeinsam geführt.
Für die Einreichung der noch ausstehenden Übersetzungen wurde eine Frist bis zum 20. Mai gesetzt. Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist für den 28. Mai anberaumt.