Gesellschaft
Maria Sparber zur Ombudsfrau im Südtiroler Kinderdorf ernannt
12.04.2026
Die Ombudsstelle ist Teil des umfassenden Schutzkonzeptes des Südtiroler Kinderdorfs und bietet eine vertrauliche, niedrigschwellige Möglichkeit, Anliegen oder Hinweise auf Grenzverletzungen und mögliche Gefährdungen vorzubringen. Ziel ist es, transparente Beschwerdewege zu schaffen und eine Kultur des Hinschauens sowie der Achtsamkeit weiter zu fördern.
Der Verwaltungsrat des Südtiroler Kinderdorfs hat Maria Sparber, die aus Stilfes stammt, zur Ombudsfrau ernannt. Als unabhängige Ansprechpartnerin steht sie all jenen zur Seite, die in der Vergangenheit Gewalt oder Grenzverletzungen erfahren haben. Maria Sparber ist in Südtirol für ihre einfühlsame und kompetente Begleitung von Betroffenen bekannt. Mit viel Erfahrung, offenem Ohr und großer Sensibilität schafft sie einen sicheren Raum, in dem Menschen gehört und ernst genommen werden: „Die Erfahrung zeigt, dass es guttut und entlastet, in einem geschützten Rahmen von Gewalterfahrungen zu erzählen und bei Bedarf gemeinsam zu überlegen, welche Schritte und Maßnahmen hilfreich wären, um mit dem Erlebten besser, freier leben zu können“, so Sparber.
Das Südtiroler Kinderdorf unterstreicht sein zentrales Anliegen: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz, Würde und Beteiligung. Sabina Frei, Präsidentin des Südtiroler Kinderdorfs, betont: „Im Leitbild des Südtiroler Kinderdorfs haben wir uns bewusst zu Offenheit und kritischer Auseinandersetzung verpflichtet. Mit unserem Schutzkonzept und der Einrichtung der Ombudsstelle setzen wir dies konsequent um. Für uns sind Hinschauen und Hinterfragen kein Anspruch auf dem Papier, sondern gelebte Realität im Südtiroler Kinderdorf.“
Karl Brunner, Direktor des Südtiroler Kinderdorfs, ergänzt: „Angemessener Schutz heute setzt einen kritischen Blick auf die Vergangenheit voraus. Es geht also um die Förderung einer Kultur der Offenheit im Kinderdorf und um die glaubwürdige Bereitschaft, uns mit erlebter Gewalt in den vergangenen Jahrzehnten auseinanderzusetzen. Dem wollen wir uns stellen, um das erlittene Leid anzuerkennen und um für heute die nötigen Konsequenzen zu ziehen.“