Gesellschaft
Bergrettung Südtirol: Steigende Einsatzzahlen
10.04.2026
Mit dem Abschluss der Wintersaison 2025/26 zieht die Bergrettung Südtirol eine Bilanz über die durchgeführten Rettungseinsätze auf den Skipisten und im alpinen Gelände.
Im Verlauf des vergangenen Winters wurden über 250 Pistenrettungseinsätze durchgeführt, die in enger Zusammenarbeit mit den weiteren im Gebiet tätigen Einsatzkräften erfolgten, darunter Carabinieri, Weißes Kreuz und Finanzwache. Die bewährte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen erweist sich einmal mehr als grundlegend, um rasche und effiziente Einsätze zum Schutz der Sicherheit aller Bergnutzer zu gewährleisten.
Leider ist auch in dieser Saison ein weiterer Anstieg der Einsatzzahlen zu verzeichnen – ein Trend, der seit Jahren kontinuierlich zunimmt. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung von Prävention, der Einhaltung der Pistenregeln sowie eines stärkeren Bewusstseins für die Risiken, die mit winterlichen Aktivitäten verbunden sind. Parallel zu den Einsätzen auf den Skipisten waren die Bergretter auch mehrfach im freien Skigelände im Einsatz – ein besonders komplexes und gefährliches Einsatzfeld. Während des Winters wurden in der Region Trentino-Südtirol 40 Todesfälle registriert sowie eine sehr hohe Anzahl an Einsätzen, die größtenteils auf Skitourengehen und andere selbstständig ausgeübte Aktivitäten im verschneiten Gebirge zurückzuführen sind.
Die Bergrettung Südtirol erneuert daher ihren Appell an alle Bergbegeisterten, sich gründlich über Wetter- und Lawinenbedingungen zu informieren, sich mit der notwendigen Sicherheitsausrüstung auszustatten und die eigenen technischen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, bevor Aktivitäten abseits der Pisten unternommen werden, betont Alberto Covi, Präsident der Berg- und Höhlenrettung Südtirol (CNSAS). Die Sicherheit im Gebirge ist eine gemeinsame Verantwortung: Nur durch verantwortungsbewusstes Verhalten und die Einhaltung der Regeln kann die Zahl der Unfälle reduziert und die Wirksamkeit der Rettungseinsätze weiter verbessert werden. Während dieser Saison waren die Rettungskräfte in folgenden Skigebieten im Einsatz: Rittner Horn, Plose/Brixen, Meran 2000, Schöneben/Reschen, Langtaufers/Vinschgau, Trafoi, Sulden, Watles/Vinschgau, Pfelders/Passeiertal, Villnöß, Sexten sowie Gröden/Piste Pilat.
Foto © Bergrettung Südtirol