Gesundheit
Jahresversammlung der Südtiroler Krebshilfe
19.04.2026
Am 11. April zog die Südtiroler Krebshilfe auf ihrer Jahresversammlung in Bozen Bilanz über ihre Tätigkeiten und stellte neue Projekte vor.
Die Südtiroler Krebshilfe berät, begleitet und unterstützt seit dem Jahr 1981 an Krebs erkrankten Menschen in Südtirol und deren Angehörige mit einer Vielfalt an Dienstleistungen und Angeboten. Mit über 10.200 Mitgliedern und sieben Bezirksstellen ist die Südtiroler Krebshilfe eine der größten Vereinigungen in Südtirol. Im vorigen Jahr verzeichnete sie ein Mitgliederplus von 91 Personen.
In den Bezirksstellen bietet die Südtiroler Krebshilfe landesweit umfangreiche Beratung und Begleitung, Kurse, Ergotherapien, Selbsthilfegruppen und Freizeitaktivitäten an: Im vorigen Jahr waren es über 1.300 Stunden an Ergotherapien oder speziellen Bewegungskursen, die von über 1.000 Mitgliedern in Anspruch genommen worden sind. Im Auftrag des Südtiroler Sanitätsbetriebes bietet die Krebshilfe zudem sanitäre Leistungen wie die Lymphdrainage an, die in den eigenen akkreditierten Ambulatorien durchgeführt werden. Das Angebot der Südtiroler Krebshilfe richtet sich dabei stets an den individuellen Bedürfnissen der Mitglieder, zu denen die Vereinigung einen engen Kontakt pflegt. Die Mitglieder erhalten in den Bezirksbüros zudem fachkundige Informationen und Hilfe bei der Bewältigung von bürokratischen Angelegenheiten. Häufig ist die Südtiroler Krebshilfe somit eine wichtige Anlaufstelle und Anker für Menschen, die mit der Diagnose konfrontiert werden und Orientierung benötigen.
Neben bewährten Initiativen startete die Südtiroler Krebshilfe im vorigen Jahr einige neue Projekte. In Zusammenarbeit mit der Urologie-Abteilung am Krankenhaus Bozen unterstützte die Vereinigung die Anschaffung von wichtigen Hilfsmitteln und Informationsmaterialien für Männer mit Prostatakarzinom. Zudem beteiligte sich die Südtiroler Krebshilfe bei der Neugestaltung der Onkologie-Abteilung im Krankenhaus Bozen, um für die Patientinnen und Patienten eine Atmosphäre der Ruhe, Orientierung und Geborgenheit vor und während der Therapien zu schaffen.
Im vorigen Jahr unterstützte die Südtiroler Krebshilfe zwei Forschungsprojekte am Krankenhaus Brixen. Eine finanzielle Unterstützung erhielt die von Dr. Gilbert Spizzo geleitete Studie zum Zusammenhäng zwischen Insulinresistenz und Tumorerkrankungen. Die zweite Studie unter der Leitung von Primaria Sonia Prader erforscht, wie der Einsatz von Kältereizen die Folgen der Chemotherapie lindern kann. Diese Studie erhielt auch den Erlös der Primelaktion der SVP-Frauen zugunsten der Krebsforschung: Im Jahr 2025 erzielten die SVP-Frauen damit die Rekordsumme von über 67.000 Euro.
Eine Krebserkrankung führt zu Verdienstausfällen und zusätzlichen Kosten, unter anderem für den Ankauf von sanitären Hilfsmitteln oder Therapien. In Zusammenarbeit mit der Plattform „Südtirol hilft“ sowie eigenen direkten Beihilfen unterstützte die Südtiroler Krebshilfe im vorigen Jahr über 600 Personen in einer finanziellen Notlage oder mit geringerem Einkommen.
Die Tätigkeiten der Südtiroler Krebshilfe sind vielfältig und auch kostenintensiv. Umso wichtiger sind die zahlreichen Benefizaktionen, die von vielen Ehrenamtlichen mitgetragen werden und auf großen Zuspruch der Bevölkerung stoßen. Dankbar zeigt sich die Südtiroler Krebshilfe auch über die Unterstützung und Wertschätzung durch Vereine, Einzelpersonen und Institutionen, unter anderem durch eigene Spendeninitiativen oder die Zuweisung der 5-Promille bei der Steuerklärung. Eine Anerkennung, die nicht nur aus finanziellen Gründen von Bedeutung ist, sondern auch die Solidarität der Bevölkerung mit den Betroffenen unterstreicht.
(Dachverband für Gesundheit und Soziales)