Gesellschaft
Wallfahrt zur Trenser Mutter
10.05.2026
Im Marienmonat Mai werden die Nachtwallfahrten zur Trenser Mutter wieder aufgenommen. Dazu schreibt Pastoralassistent Martin Ellemunt:
„Trens ist seit bald 700 Jahren (seit 1345) ein Marienwallfahrtsort. Die meisten von uns werden von den legendären Ereignissen in jenen Jahren gehört haben: Eine Mure wälzte sich nach einem Starkregen Richtung Trenser Dorf. Die Bauern, mit Pickel und Schaufel ausgestattet, versuchten der Mure Herr zu werden. Und was entdeckten sie unter den Steinen und dem Geröll? Eine völlig unversehrte Marienstatue. Die Auffindungskapelle neben dem Vereinshaus in Maria Trens erinnert noch heute an dieses wunderbare Ereignis. Die Bauern trugen die Marienstatue zu sich nach Hause und sanken in tiefer Andacht und Verehrung vor Maria auf die Knie. Am nächsten Morgen war die Marienstatue verschwunden. Man fand sie in der quadratischen Friedhofskapelle neben der Pfarrkirche. Die Bauern brachten die Statue wieder zurück, doch am nächsten Morgen befand sie sich neuerdings in der Kapelle. Ein Priester versiegelte daraufhin die Haustür beim Bauernhof, doch dasselbe wundervolle Ereignis wiederholte sich mehrere Male. Aufgrund dieser Vorkommnisse kamen immer mehr Wallfahrer und so entstand die Wallfahrt von Maria Trens.
Im Laufe der letzten sieben Jahrhunderte erlebte diese – wie zu erwarten – immer wieder Höhen und Tiefen. Die Bauernkriege, die Reformation, das Einsetzen einer Rosenkranzbruderschaft, die Aufklärung und vieles mehr trugen zu diesem Auf und Ab bei. Heute scheinen das Pilgern und Wallfahren wieder verstärkt ein Anliegen der Menschen zu werden.
Auch in der Pfarrgemeinde von Trens versucht man seit dem Jahr 2022, die Wallfahrt zur Trenser Mutter wieder mehr zu fördern. Die monatlichen Nachtwallfahrten von Mai bis Oktober – jeweils am 13. des Monats – sollen eine Kraftquelle für die Gläubigen sein. Sie sollen Impulse für die persönliche Gottesbeziehung und für die rechte Marienverehrung – der wohl mächtigsten Fürbitterin bei ihrem Sohn – bieten.
Dabei machen die Teilnehmer eine kurze Fußwallfahrt von der Reiterkapelle bis zur Wallfahrtskirche. Dort wird um 20.00 Uhr eine festliche Marienmesse gefeiert, mit Gloria und Predigt. Verschiedene Chöre und Instrumentalgruppen aus der Umgebung gestalten den Gottesdienst und machen ihn so zu einem schönen und aufbauenden Erlebnis und zu einer Quelle des Glaubens für jeden einzelnen.“
Martin Ellemunt, Pastoralassistent