Am Freitag (24. April) wurde bei der Jahresversammlung der Genossenschaft Milchhof Sterzing im Stadttheater Sterzing auf das Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt.
Obmann Adalbert Braunhofer begrüßte alle Mitglieder der Genossenschaft und alle anwesenden Ehrengäste. Es folgte der Bericht des Verwaltungsrates an die Vollversammlung, wobei die Bilanz des Jahres 2025 verlesen wurde. Anschließend berichtete der Kontrollausschuss den Mitgliedern die Bilanz samt Kosten- und Erlösrechnung. Die Bilanz selbst, sowie die Verwendung des Rechnungsüberschusses wurde genehmigt.
Geschäftsführer Rainer Marschall präsentierte die Bilanz mit großer Zufriedenheit, da der Milchhof Sterzing auch im Geschäftsjahr 2025 ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. Dem Unternehmen gelang es, seine Marktposition weiter auszubauen und den Umsatz auf 138,6 Mio. Euro zu steigern. Auch der Auszahlungspreis an die Mitglieder konnte 2025 leicht erhöht und trotz eines zunehmend herausfordernden Marktumfeldes auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden.
Wie sich das laufende Geschäftsjahr entwickeln wird, ist angesichts der aktuellen geopolitischen Lage nur schwer vorhersehbar. Fest steht jedoch, dass die starken Kostensteigerungen infolge der Unsicherheiten auf den Rohstoffmärkten sowie das Überangebot an Milch auf dem Weltmarkt das Wirtschaftsjahr deutlich belasten werden.
„Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Iran und die europaweite Milchschwemme, die wir momentan erleben, werden uns alle betreffen und sich auch auf das wirtschaftliche Ergebnis der Genossenschaft sowie auf den Milchreis im kommenden Jahr auswirken. Nichtsdestotrotz blicken wir hoffnungsvoll in die Zukunft und ich versichere Euch: Wir im Milchhof Sterzing werden alles daransetzen, um weiterhin das Bestmögliche für unsere Mitglieder zu erreichen“ So Rainer Marschall
Im vergangenen Jahr wurden im Milchhof Sterzing 60,6 Millionen Kilogramm Milch angeliefert. Davon entfallen etwa 9,6 Millionen Kilogramm auf die Bioheumilch, 4,3 Millionen Kilogramm auf die Heumilch und 46,5 Millionen Kilogramm auf die klassische Qualitätsmilch.
Am gesamten Joghurtmarkt in Italien hält der Milchhof Sterzing 10,3 Prozent Marktanteil und ist somit auf Platz 4, hinter den Private Label der Handelsketten, den Marken Danone und Müller.
Der Milchhof Sterzing dominiert auch weiterhin den Biojoghurtmarkt in Italien. Mit 37,1 Prozent Marktanteil liegt dieser noch weit vor den Private Label der Handelsketten, somit kommt gut jedes zweite Biojoghurt in Italien aus Sterzing.
Es folgten die Grußworte der Ehrengäste, darunter Bürgermeister Peter Volgger, der Obmann des Südtiroler Bauernbundes Bezirk Eisacktal Wipptal Matthais Braunhofer und Obmann der Genossenschaft Brixen|Brimi Klaus Faller, Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, und der ehemaligen Geschäftsführer Günther Seidner.
Anschließend wurden die ersten zwanzig Mitglieder mit der besten Milchqualität des Jahres 2025 von Annemarie Kaser, Adalbert Braunhofer und Rainer Marschall prämiert. Qualitativ die beste Milch des Bezirkes stellte Martin Kinzner, Peterer in Pflersch.
Im Bild (v. l.) Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes, Obmann Adalbert Braunhofer, Martin Kinzner, Peterer in Pflersch, und Geschäftsführer Rainer Marschall.
Foto © Milchhof Sterzing