Verkehr
Autobahn, Brennerstraße und Ellbögener Straße am 30. Mai nicht befahrbar
29.04.2026
Für den 30. Mai ist von 11.00 bis 19.00 Uhr zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner eine beidseitige Totalsperre der Brennerautobahn (A13) angekündigt. Gesperrt sind für den Durchzugsverkehr auch die Brennerstraße (B182) und der Ellbögener Straße (L38).
Das Landesverwaltungsgerichts hat die beantragte Versammlung nicht behördlich untersagt und somit grünes Licht gegeben. Antragsteller ist Karl Mühlsteiger, Bürgermeister der Gemeinde Greis am Brenner. Die Blockade soll demonstrieren, wie stark der anhaltende Verkehr die Anrainer mittlerweile belastet. Seit Jahren kämpft er für eine Tunnellösung bei der Luegbrücke, diese wird derzeit umfassend saniert. Der Bürgermeister fordert u. a. Lärmschutz für alle Siedungsgebiete an der Brennerautobahn, die Beibehaltung aller Beschränkungen für den Transitverkehr wie Lkw-Fahrverbote in der Nacht, an Wochenenden sowie an Feiertagen.
Bei der Kundgebung in Matrei (Parkplatz Autobahn) soll ein Forderungskatalog präsentiert werden. Sollte die Politik die Forderungen nicht ernst nehmen, sind weitere Demos auf der Brennerroute nicht ausgeschlossen, wie ORF berichtet.
Die Polizei hat angekündigt, die Fahrverbote genau zu kontrollieren und nicht berechtigten Durchzugsverkehr wieder zurückzuschicken. Fahrberechtigt sind ausschließlich nachgewiesener Ziel- und Quellverkehr.
Schätzungen der Asfinag zufolge ist an diesem Tag mit massiven Verkehrsbehinderungen zu rechnen, über 32.000 Fahrzeuge werdeen davon betroffen sein. Auch in den Bundesländern Vorarlberg, Kärnten, Salzburg und Oberösterreich ist mit erheblichen Belastungen zu rechnen.
Neben der Totalsperre gilt in Tirol ab 9.00 Uhr ein Fahrverbot für Transit-Lkw über 7,5 Tonnen auf der Nord-Süd-Strecke.
Um ein Verkehrschaos in Tirol zu vermeiden, wird empfohlen, auf nicht notwendige Autofahrten zu verzichten und alternativ öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Erste Reaktionen auf die angekündigte Totalsperre ließen nicht lange auf sich warten: Die Transporteure im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) sehen in der Blockade einen massiven Schlag gegen die gesamte Südtiroler Wirtschaft. Sie fordern politische Verantwortung, grenzüberschreitende Koordination und Lösungen, die Protest ermöglichen, ohne den kompletten Wirtschaftsverkehr lahmzulegen. „Wenn Lkw nicht fahren, stehen irgendwann auch Produktion, Baustellen und Regale Still. Wer den Brenner blockiert, blockiert nicht nur den Verkehr, sondern die Wirtschaft eines ganzen Landes“, so Obmann Alexander Öhler.
Aktuelle Informationen über die Blockade gibt es auf der eigens eingerichteten Webseite www.tirol.gv.at/brennersperre