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Home → News → Tag der offenen Tür am Versuchszentrum Laimburg - 29.05.2026 (0 Kommentar/e)
 
 
 
 
Umwelt

Tag der offenen Tür am Versuchszentrum Laimburg

29.05.2026
Am Samstag (30. Mai) lädt der Fachbereich Gartenbau des Versuchszentrums Laimburg in Pfatten von 9.00 bis 17.00 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Die Besucher erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, innovative Versuchsflächen und vielfältige Schaugärten sowie in mehr als 20 Jahre Forschung rund um das Thema Dachbegrünung. Der Eintritt ist frei.

Gibt es Alternativen zu Plastiktöpfen für Balkonpflanzen? Und wie lässt sich Rasen in blühende Flächen umwandeln? Am Samstag, den 30. Mai 2026, haben alle Garteninteressierten beim traditionellen Tag der offenen Tür Gartenbau die Möglichkeit, die Gärten am Versuchszentrum Laimburg zu besichtigen und Einblicke in die wissenschaftliche Forschung zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem neue Forschungsergebnisse zu plastikfreien Töpfen für Balkonpflanzen, bei denen unterschiedliche Alternativen zu Kunststoff hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit und ihres Einflusses auf das Pflanzenwachstum untersucht werden. Präsentiert wird zudem ein Versuch zur Umwandlung von Rasenflächen in artenreiche Blumenwiesen. Darüber hinaus können die Versuchsflächen zur Bauwerksbegrünung besichtigt werden, auf denen seit über 20 Jahren zu Dachbegrünungen geforscht wird. Die Schaugärten stehen an diesem Tag ebenfalls zur Besichtigung offen. Neben dem „Natur-im-Garten“-Schaugarten sind weitere thematische Gartenbereiche mit über 100 Pflanzenarten zugänglich. Geführte Rundgänge durch das Areal bieten den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, direkt mit den Forschenden ins Gespräch zu kommen und ihr Wissen zu vertiefen.

Balkonversuch mit plastikfreien Töpfen

Im Rahmen eines Versuchs zu plastikfreien Pflanztöpfen untersuchen die Forschenden des Fachbereichs Gartenbau verschiedene biologisch abbaubare Topfvarianten für die Produktion von Balkon- und Zierpflanzen. Ziel des Projekts ist es, geeignete Alternativen zu herkömmlichen Kunststofftöpfen zu identifizieren und deren Praxistauglichkeit entlang der gesamten Produktionskette zu bewerten. Im Fokus stehen dabei Kriterien wie die Kompatibilität mit Topfmaschinen, die Stabilität während der Kulturführung sowie Pflanzengesundheit, Wurzelentwicklung, Pflanzengröße und Wurzelwachstum. Getestet werden plastikfreie Töpfe aus Hanf, Reisspelzen und Zellulose. Als Vergleich dienen handelsübliche Plastiktöpfe. Die verschiedenen Topfvarianten werden umfassend von der Jungpflanzenproduktion bis hin zur Verwendung auf dem Balkon und im Freiland untersucht.

Umwandlung von öffentlichen Rasenflächen zu Blumenwiesen

Im dreijährigen Projekt „Blumenwiesen” untersuchen die Forschenden, welche Ansätze sich am besten für die Umwandlung von Rasenflächen in Blumenwiesen eignen. Diese fördern die Biodiversität, bieten Lebensraum und Nahrung für bestäubende Insekten und tragen zur Verbesserung der ökologischen Qualität urbaner Räume bei. Verglichen werden der Verzicht auf Mahd, das Aufreißen der Rasenfläche (Fräsen) mit anschließender Einsaat sowie das teilweise oder vollständige Entfernen der Rasenfläche (Abschälen) in Kombination mit Einsaat oder Pflanzung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen vor allem Gemeinden dabei unterstützen, ihre Grünflächen ökologisch aufzuwerten. Die Arbeitsgruppe Landschaftsbau arbeitet im Projekt „Blumenwiesen” mit über 30 Gemeinden zusammen, in denen autochthone Blumenwiesen angelegt werden.

Grün, Grüner, Dachbegrünung

Seit dem Jahr 2004 betreibt das Versuchszentrum Laimburg Forschung zu Dachbegrünungen. Dächer stellen besondere Anforderungen an eine Begrünung: kein Bodenkontakt, kein Aufstieg von Bodenwasser, begrenzter Wurzelraum und extreme Witterungs- und Temperatureinflüsse. Gleichzeitig bringen Dachbegrünungen eine Reihe von ökologischen und ökonomischen Vorteilen mit sich: Sie schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere, reduzieren Lärm und Staub, speichern Regenwasser und tragen durch ihre Verdunstungsleistung zu einem ausgeglichenen Mikroklima bei. Besonders in urbanen Räumen können sie den städtischen Hitzeeffekt in den Sommermonaten deutlich abschwächen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht sind Dachbegrünungen interessant, denn sie schützen die Dachabdichtung vor UV-Strahlung, Hagel und starken Temperaturschwankungen. Im Winter wirken sie isolierend und im Sommer kühlend. Da Dachflächen extreme Standorte darstellen, erfordert eine erfolgreiche Begrünung die richtige Bepflanzung, geeignete Materialien und einen durchdachten Schichtaufbau – entsprechend hoch ist der Bedarf an Fachwissen. Auf dem Garagendach der Fachschule Laimburg befindet sich eine 420m2 große extensive Dachbegrünung. Am Versuchszentrum Laimburg wurden dort bereits drei mehrjährige Versuchsreihen mit unterschiedlichen Schwerpunkten durchgeführt, von verschiedenen ein- und mehrschichtigen Aufbausystemen bis hin zur Artenvielfalt.

Schaugärten mit über 100 Pflanzenarten

Zum Entdecken laden die verschiedenen Themengärten ein. Insgesamt sind über 100 Pflanzenarten zu besichtigen – von mediterranen Gewächsen über Gewürz- und Heilkräuter bis hin zu Duftpflanzen, seltenen Nutzpflanzen und verschiedenen Rosenarten. Weitere interessante Einblicke bieten der „Natur-im-Garten“-Schaugarten, die Versuchsflächen zur Dachbegrünung sowie besondere Kübelpflanzen.

Führungen:
- 9.00 Uhr: Natur-im-Garten-Schaugarten, Schaugarten und Versuch Blumenwiesen
- 10.00 Uhr: Balkonversuche und Dachbegrünungen
- 11.00 Uhr: Ricerca balcone, giardino dimostrativo e giardino naturale (in italienischer Sprache)
- 14.00 Uhr: Natur-im-Garten-Schaugarten, Schaugarten, Versuch Blumenwiesen
- 15.00 Uhr: Ricerca balcone, giardino dimostrativo e ricerca sul verde pensile (in italienischer Sprache)
- 16.00 Uhr: Natur-im-Garten-Schaugarten, Schaugarten und Versuch Blumenwiesen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Die Laimburg ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug/Bus) gut erreichbar.

(Foto: © Laimburg Laimburg Research Centre, Ivo Corrà)
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