Verkehr
Brennerblockade: Zivilschutz ist vorbereitet
29.05.2026
Am 28. Mai hat Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher in seiner Funktion als Vorsitzender und oberster Zivilschützer die Landesleitstelle im Hinblick auf die Totalsperre des Brennerpasses am Samstag (30. Mai) eingesetzt.
„Die Landesleitstelle tagt speziell für die Koordination und Bewältigung zivilschutzrelevanter Ereignisse“, so der Landeshauptmann. „Ihre Hauptaufgabe besteht darin, bei besonderen Gefahrenlagen oder Notfällen ein schnelles, effektives und koordiniertes Handeln sicherzustellen. Dazu übernimmt die Landesleitstelle die zentrale Steuerung von Einsatzkräften, die Kommunikation mit verschiedenen Behörden und Organisationen sowie die Abstimmung aller notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung.“ Landeshauptmann Kompatscher dankte bei der Auftaktsitzung allen für die geleistete Arbeit bei der Vorbereitung.
„Mit der Totalsperre des Brennerpasses und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Verkehr steht ein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis bevor, das eine eingehende Beobachtung erfordert“, erklärt der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger: „Aus diesem Grund hat die Bewertungskonferenz in ihrer Sitzung am 26. Mai beschlossen, den Zivilschutzstatus vom Normalzustand Zero auf die Aufmerksamkeitsstufe Alfa hochzustufen. Dies erfolgt, um das Bewusstsein zu schärfen und alle Beteiligten in Aufmerksamkeit zu setzen, damit sie eventuell notwendige Vorkehrungen treffen können.“ Die Aufmerksamkeitsstufe Alfa gilt für ganz Südtirol.
Die Landesleitstelle ist bei der Agentur für Bevölkerungsschutz angesiedelt; darin vertreten sind das Regierungskommissariat, die Landesnotrufzentrale, der Landesfeuerwehrverband, die Berufsfeuerwehr, der Landesstraßendienst, der Landesforstdienst und das Amt für Zivilschutz.
Am Samstag wird zudem im Zivilschutzzentrum an der Drususallee das Landeslagezentrum eingerichtet sowie die Verkehrsleitzentrale Centro Operativo Viabilità COV, die im Austausch mit der staatlichen Koordinierungsstelle Viabilità Italia steht.
Die Anzahl der diensttuenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverkehrsmeldezentrale wird erhöht. Zudem sind die Freiwilligenorganisationen im Zivilschutz – Freiwillige Feuerwehren, Weißes Kreuz, Rotes Kreuz – in erhöhter Alarmbereitschaft.