Gesundheit
Zeichen für Organspende und gelebte Solidarität
31.05.2026
Vom 29. bis zum 31. Mai führt die grenzüberschreitende Radtour transplantierte Athleten, Ärzte, Unterstützer sowie Freiwillige durch Tirol, Südtirol und das Trentino.
Rund 350 Kilometer und mehrere tausend Höhenmeter legen sie dabei in drei Etappen zwischen Innsbruck über den Brenner, Brixen, Bozen, Auer, Meran, dem Gampen- und Mendelpass bis nach Arco zurück. Die Tour verbindet nicht nur Regionen, sondern auch Menschen und Institutionen über Landesgrenzen hinweg.
„Transplantation ist Leben – und was für eins“ – dieser Leitsatz könnte sinnbildlich für die Veranstaltung stehen. Die Teilnehmenden machen sichtbar, dass Organtransplantationen nicht nur Leben retten, sondern Betroffenen neue Perspektiven und ein aktives Leben eröffnen können.
Diesmal machte der Radtross nicht wie in den vergangenen Jahren in Sterzing Halt, sondern am Krankenhaus Brixen. Dort wurden sie am 29. Mai von Landesrat Hubert Messner, Generaldirektor Christian Kofler sowie der Direktorin des Gesundheitsbezirkes Brixen, Elisabeth Montel und ihrem Team herzlich empfangen.
„Diese Tour steht für für menschliche Stärke, den Fortschritt der Medizin und die tiefe Wertschätzung gegenüber Organspendern“ so Marco Panizza, Präsident des veranstaltenden Transplant Sportclubs.
In Südtirol haben sich 165.000 Personen zur Organspende bereiterklärt. Das sei erfreulich hoch, so Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Die Euregio Transplant Tour steht beispielhaft für die enge Zusammenarbeit der Regionen. "Durch die grenzüberschreitende Kooperation mit Eurotransplant und dem italienischen Nationalen Zentrum für Transplantation können wartende Patienten schneller mit lebensrettenden Organen versorgt werden", so Generaldirektor Christian Kofler.
Auch Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirkes Brixen, freut sich, dass sie auch in diesem Jahr die Euregio Transplant Tour als Gastgeber unterstützen und mithelfen können, Bevölkerung und Mitarbeitende auf das wichtige Thema Organspende aufmerksam zu machen.
Stephan Eschertzhuber, Vorsitzender des Österreichischen Transplantationsbeirats dankte den Organisatoren, den medizinischen Fachkräften sowie den Unterstützern aus Politik und Verwaltung, die dazu beitragen, den lebensverändernden Wert der Organspende sichtbar zu machen.
"Es ist entscheidend, das Thema Organspende dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Nur so kann sichergestellt werden, dass Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind, rechtzeitig versorgt werden. Die Euregio Transplant Tour bietet dafür eine wertvolle Plattform – nicht zuletzt durch die mediale Aufmerksamkeit, die sie erzeugt", so Primar Marc Kaufmann, Landeskoordinator für Transplantation der Provinz Bozen.
(sabes; Foto: © Sabes/pas)