Gesellschaft
"Mehr Projekte, mehr Plätze"
20.06.2026
195 Partnerorganisationen organisieren in diesem Sommer über 700 Projekte. Familienlandesrätin Rosmarie Pamer und die Direktorin der Familienagentur Monika Conrater haben vor kurzem die Daten zu den Projekten, Plätzen und Finanzierung vorgestellt.
Insgesamt werden 716 Sommerprojekte von 195 Partnerorganisationen angeboten, rund 107.000 Betreuungsplätze stehen zur Verfügung. Für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden 1364 Betreuungsplätze angeboten. Das Land Südtirol unterstützt dieses Angebot finanziell mit 22,2 Millionen Euro. In allen Südtiroler Gemeinden gibt es Projekte gibt, in Städten wie Bozen und Meran etwas mehr, aber auch in den kleineren Gemeinden wie Laurein, Proveis oder Prettau.
Besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Angebote für Kinder im Kindergartenalter gelegt: In 103 Gemeinden werden Projekte für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren für die Dauer von mindestens sechs Wochen angeboten. "Wir kommen damit einem Wunsch vieler Eltern nach, zudem ist besonders in diesem Alter die Betreuungskontinuität wichtig", so Pamer.
Familienagenturdirektorin Monika Conrater ergänzte, dass mit den neuen Kriterien die Verwaltungsverfahren vereinfacht und beschleunigt wurden. Zudem sorge das neue Standardkostensystem für mehr Klarheit und Planungssicherheit bei den Trägerorganisationen. "Um sicherzustellen, dass das Angebot für alle Familien leistbar und zugänglich ist, aber auch um zu garantieren, dass die Landesfinanzierung bei den Familien ankommt, wurden Höchstbeträge für die Teilnahmegebühren eingeführt", so Conrater. Im Durchschnitt bezahlen Eltern in diesem Sommer 52 bis 78 Euro pro Betreuungswoche, die Spesen variieren vor allem nach Dauer und Betreuungsumfang. Um das Angebot stets qualitativ und quantitativ weiterzuentwickeln, wolle man an der Einbindung und Zusammenarbeit aller beteiligten Partner weiterarbeiten, so Pamer und Conrater.
Bei Treffen mit Vertretungen der Gemeinden und der Trägerorganisationen werden die Erfahrungen mit der Erstanwendung der neuen Kriterien gesammelt und evaluiert. Zudem stehen mit der Digitalisierung des Beitragsverfahrens, der Qualitätssicherung, der Angebotsweiterentwicklung trotz Personalmangels sowie einer Zufriedenheitserhebung die nächsten geplanten Schritte bereits fest.
(LPA; Foto: © Fabio Brucculeri)