Umwelt
Lästige Krankheitsüberträger
27.06.2026
Kleine Vorsichtsmaßnahmen im Alltag können dazu beitragen, die Ausbreitung von Mücken, insbesondere der Tigermücke, einzudämmen. Der Südtiroler Sanitätsbetrieb gibt praktische Tipps, wie man sich vor Stichen schützen, die Eiablage verhindern und die Vermehrung dieses lästigen Insekts eindämmen kann, dessen Gefährlichkeit oft unterschätzt wird.
Das Departement für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes hat vier konkrete Handlungsfelder definiert, die Gegenstand der Informationskampagne „Mücken mögen dich“ sind. Die Schwerpunkte sind: der Schutz des Hauses, der Außenbereiche sowie der eigenen Person, insbesondere bei Reisen in Gebiete, in denen die Mücke besonders stark verbreitet ist.
Die Tigermücke ist mittlerweile auch in Südtirol weit verbreitet: Ihr Stich ist ebenso lästig wie der der gewöhnlichen Mücke und kann potentiell als Überträger von Krankheitserregern wirken, die zahlreiche Infektionskrankheiten wie Dengue, Zika oder Chikungunya verursachen. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das eigene Zuhause, die Außenbereiche und sich selbst zu schützen.
Entgegen der landläufigen Meinung sticht die Tigermücke vor allem tagsüber. Man kann sich schützen, indem man helle, den Körper bedeckende Kleidung trägt, Insektenschutzmittel aufträgt, Fliegengitter an den Fenstern anbringt und stark parfümierte Kosmetika meidet. Zum Schutz im Haus sind Mückenspiralen, Verdampfer und elektrische Diffusoren geeignet. Außerdem sorgen Klimaanlagen dafür, dass sich Mücken weniger wohlfühlen. In Außenbereichen wie Gärten oder auf Balkonen sollte stehendes Wasser entfernt und Gullys sowie Abwasserkanäle mit geeigneten Larviziden behandelt werden.