Umwelt
Land fördert Landschaftspflege mit 1,96 Millionen Euro
17.07.2026
440 Gesuche wurden in der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung eingereicht – Schindeldächer und Trockenmauern sowie traditionelle Zäune am häufigsten gefördert.
Ob traditionelle Holzzäune, Schindeldächer oder den Erhalt der Waale in Südtirols Schutzgebieten: Die Gestaltung und Pflege der Landschaft hat in Südtirol einen hohen Stellenwert und wird dementsprechend bezuschusst. Im laufenden Jahr stellt die Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung insgesamt 1,96 Millionen Euro zur Verfügung.
Im Jahr 2025 hat das Land Südtirol die Kriterien für die Förderung traditioneller Holzzäune, Schindeldächer, Trockenmauern sowie der ordentlichen Instandhaltung von Waalen und Wegen in den Südtiroler Schutzgebieten überarbeitet und die Beitragssätze für einige der schützenswerten Objekte erhöht, um den Preissteigerungen in diesen Bereichen Rechnung zu tragen. Gleichzeitig wurde die Beitragsvergabe vollständig digitalisiert, um die Bearbeitung der Anträge zu modernisieren.
Über 319.000 Euro der in diesem Jahr vergebenen Beiträge betreffen die Förderung von Objekten in Schutzgebieten wie Naturparks, Biotopen und Naturdenkmälern sowie im Nationalpark Stilfserjoch. Auf die restliche Landesfläche, also außerhalb der ausgewiesenen Schutzgebiete, beziehen sich etwas mehr als 1,6 Millionen Euro der für die Landschaftspflege gewährten Fördermittel.
Der größte Anteil der Landschaftspflegebeiträge betrifft nach wie vor traditionelle Schindeldächer. Hierfür wurden rund 580.000 Euro bereitgestellt. Für ökologisch wertvolle Trockenmauern sind insgesamt etwa 563.000 Euro vorgesehen. Die meisten Gesuche wurden für die Förderung traditioneller Holzzäune eingereicht. Für 202 Gesuche wurden knapp 530.000 Euro an Bezuschussung gewährt. Die Instandhaltung von Zufahrts- und Wanderwegen innerhalb der Naturparke und des Nationalparks wird hingegen mit rund 103.000 Euro gefördert, während die ordentliche Instandhaltung von Waalen innerhalb und außerhalb der Schutzgebiete mit insgesamt rund 180.000 Euro zu Buche schlägt.
(LPA; Foto: Horand I. Mair)