Gesellschaft
Pfitsch: Sturmböen erschweren Rettungseinsatz
28.08.2026
Am Freitagnachmittag (28. August) ist es in Pfitsch erneut zu einem Bergunfall gekommen.
Vier deutsche Urlauber gingen von der Edelrauthütte über die untere Weißzintscharte. Ihr Ziel war die Hochfeilerhütte. Beim Abstieg von der unteren Weißzintscharte verletzte sich ein 52-Jähriger am Sprunggelenk.
Da in dieser Zone kein Mobilfunknetz vorhanden war, beschlossen seine Bergkameraden, zur Hochfeilerhütte zu gehen und von dort einen Notruf abzusetzen.
Der Rettungshubschrauber Pelikan 2 nahm in Sterzing einen Bergretter an Bord. Was als „einfacher“ Einsatz startete, entwickelte sich doch sehr herausfordernd. Zu dieser Zeit herrschten starke Sturmböen im Einsatzgebiet, was eine Bergung des Patienten unmöglich machte.
Der Bergretter konnte bei der Hochfeilerhütte abgesetzt werden und machte sich zu Fuß auf den Weg. Er versorgte den Patienten, eine Bergung mit dem Hubschrauber war aber zu dieser Zeit unmöglich, weshalb vier weitere Bergretter zur Unterstützung zur Hochfeilerhütte geflogen wurden. Auch diese machten sich ausgerüstet mit einer Trage auf den Weg zum Verletzten, um einen terrestrischen Abtransport vorzubereiten.
In der Zwischenzeit wurde auch die Bergrettungsstelle aus Vintl zur Unterstützung angefordert um den Patienten bei Bedarf anstatt zur Hochfeilerhütte zur Edelrauthütte zu transportieren. Im Hinterkopf spielte auch der Wetterbericht eine Rolle, da eventuelle starke Gewitter vorausgesagt wurden.
Eine kurze Wetterbesserung genügte, um den Patienten doch mit dem Hubschrauber zu bergen und ins Krankenhaus nach Sterzing zu transportieren, auch die restlichen Bergretter wurden ins Tal geflogen.
Im Einsatz standen die Bergrettungsdienste aus Sterzing und Vintl.
Foto © Bergrettung Sterzing