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Home → News → Anzahl deutlich gesunken - 04.09.2026 (0 Kommentar/e)
 
 
 
 
Wirtschaft

Anzahl deutlich gesunken

04.09.2026
Die Zahl der jungen Menschen in Südtirol, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung stehen (sogenannte NEET, Neither in Employment nor in Education or Training), ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen.

2018 lag die NEET-Quote noch bei elf Prozent. Das Landesinstitut für Statistik (ASTAT) hat 2025 einen Wert von 5,6 Prozent erhoben. Die Zahl der unbeschäftigten 15- bis 29-Jährigen soll weiter gesenkt werden. Arbeits-Landesrätin Magdalena Amhof setzt auf drei Maßnahmen: frühzeitige Prävention, intensivere Betreuung arbeitsloser Jugendlichen sowie das Fördern der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Neben dem demografichen Wandel und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen tragen auch gezielte Angebote in der Kinderbetreuung, der Berufsorientierung und der Qualifizierung sowie Maßnahmen gegen den Schulabbruch dazu bei, dass Jugendliche und junge Erwachsene heute bessere Chancen haben, ihren beruflichen Weg zu gestalten. Von 2024 bis 2025 ist der Prozentsatz - gemessen an der gesamten Wohnbevölkerung in der Altersgruppe 15 bis 29 - von 8 auf 5,6 Prozent gesunken. Noch mehr junge Menschen nach Abschluss der Ausbildung möglichst nahtlos in Arbeit zu bringen, sei angesichts des Fachkräftemangels, der anstehenden Pensionierungswellen und der sozialen Absicherung junger Menschen ein wesentliches Ziel der Arbeitspolitik des Landes Südtirol.

Von der jungen Mutter bis zum Weltenbummler

Das Phänomen NEET, so zeigt sich auch der Arbeitsmarktservice (AMS) des Landes Südtirol überzeugt, muss differenziert betrachtet werden und ist vielschichtig. "Einen großen Anteil nehmen junge Frauen ein, die aufgrund der Mutterschaft zeitweise weder für den Arbeitsmarkt noch für eine Ausbildung zur Verfügung stehen", so Stefan Luther, der Direktor des AMS.

Die NEET-Quote der Frauen ist mit acht Prozent, gemessen am Anteil der Wohnbevölkerung der entsprechenden Altersgruppe, relativ hoch (2024 lag der Prozentsatz noch bei 9,2).

Weiters sei ein Teil der als NEET erfassten Personen auf Arbeitssuche und werde entsprechend betreut. Hinzu komme ein Teil an Jugendlichen, die sich freiwillig für eine Auszeit entscheiden, dann aber meist problemlos in die Arbeits- bzw. Ausbildungswelt zurückfinden. "Nur ein kleinerer Anteil an NEETs umfasst entmutigte Personen, die schwer erreichbar sind, oft negative Ausbildungs- oder Arbeitserfahrungen gemacht haben oder multiple Belastungen aufweisen", schildert Luther. Hier sei die Betreuung über Sozialdienste, Streetworker oder auch Gesundheitsdienste notwendig.

Im gesamtstaatlichen Vergleich steht Südtirol in Bezug auf die NEETs-Quote gut da: Italienweit beträgt der Wert für 2025 im Schnitt 13,3 Prozent, EU-weit lag er im selben Jahr bei elf Prozent.

Maßnahmenmix, um die Quote möglichst gering zu halten

Zur Senkung der NEET-Quote tragen Unterstützungsangebote auf diversen Ebenen bei. Exemplarisch führt Arbeits- und Europa-Landesrätin Amhof eine Maßnahme an, die vom Europäischen Sozialfonds Plus seit geraumer Zeit intensiv gefördert wird - ESF+-Projekte, die dem Schulabbruch entgegenwirken. Erst im März 2025 hat der ESF+ über einen neuen Aufruf 20 Millionen Euro für Maßnahmen gegen den Schulabbruch und zur Stärkung der Schlüsselkompetenzen zur Verfügung gestellt. Bis dahin wurden im Rahmen ähnlicher Projekte 33.000 Teilnehmer in ganz Südtirol erreicht. "Unser Ziel bleibt es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Südtirol stabile und nachhaltige Chancen für Ausbildung und Beschäftigung zu bieten. Dabei spielt Prävention eine ganz besondere Rolle. Programme wie jenes des ESF+ beugen vor und halten Jugendliche in Ausbildung, um ihren späteren Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern", so Amhof.

(LPA; Foto © pexels)
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