Gesundheit
Warnzeichen erkennen und gegensteuern
09.09.2026
Der Wecker klingelt früher, der Kalender füllt sich, Schule und Arbeit geben wieder den Takt vor. Nach den Sommermonaten steigen für viele Menschen die Anforderungen und der Druck. Stress ist zunächst eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Kurzfristig macht er aufmerksam, fördert die Konzentration und hilft, Aufgaben zu bewältigen.
Das Gesundheitsressort erinnert daran, dass der Körper bei Stress auch auf Alarmbereitschaft schaltet. Herzschlag und Blutdruck steigen, die Atmung wird schneller. Zugleich schüttet der Körper Stresshormone aus und stellt rasch Energie bereit. Nach der Belastung braucht der Körper jedoch Ruhe. Fehlt diese Erholung über längere Zeit, können Körper und Psyche darunter leiden.
Stress zeigt sich bei jedem Menschen anders. Mögliche Warnzeichen sind laut Gesundheitsressort Kopf- oder Bauchschmerzen, Verspannungen, Herzklopfen, Atembeschwerden, Müdigkeit und Schlafprobleme. Auch innere Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Grübeln, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl der Überforderung können darauf hinweisen. Bei Kindern und Jugendlichen äußert sich Stress oft durch Bauch- oder Kopfschmerzen, schlechten Schlaf, Müdigkeit oder Schwierigkeiten beim Lernen.
"Stress gehört manchmal zum Leben und lässt sich nicht vollständig vermeiden. Wichtig ist, dass aus einer vorübergehenden Belastung kein Dauerzustand wird", so Gesundheitslandesrat Hubert Messner. "Wir sollten deshalb auch auf Erholung, Bewegung, ausreichend Schlaf und Zeit für uns selbst achten. Und wenn die Belastung zu groß wird, ist es wichtig, darüber zu sprechen und sich Unterstützung zu holen."
Dauerstress kann Schlaf, Konzentration und Lebensqualität beeinträchtigen sowie bestehende Beschwerden verschlimmern und psychische Erkrankungen begünstigen. Auch Herz, Kreislauf, Verdauung und Immunsystem können belastet werden. Eine anstrengende Phase bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand krank ist.
Das Gesundheitsressort rät deshalb zu einer festen Tagesstruktur, genügend Schlaf, regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung. Pausen und Gespräche mit vertrauten Menschen helfen ebenfalls. Wer Nachrichten oder soziale Medien als zusätzliche Belastung empfindet, kann die Nutzung bewusst einschränken.
Hält die Überforderung an oder beeinträchtigt sie Schlaf und Alltag, empfiehlt das Gesundheitsressort, Unterstützung zu suchen. Erste Anlaufstellen sind Hausärzte sowie psychologische oder psychotherapeutische Fachkräfte. Kinder und Jugendliche können sich auch an Eltern, Lehrpersonen oder andere Vertrauenspersonen wenden.
(LPA; Foto: Pexels)