Gesellschaft
Sich von Betrügern nicht verunsichern lassen
13.09.2026
Die Polizei in Tirol warnt die Bürger eindringlich vor „Schockanrufen". Kriminelle geben sich dabei als Polizisten, Ärzte, Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter aus, schildern dramatische Szenarien – etwa schwere Verkehrsunfälle, drohende Haftstrafen oder medizinische Notfälle naher Angehöriger –, um ihre Opfer emotional massiv unter Druck zu setzen.
Durch Angst, Zeitdruck und die Forderung nach absoluter Verschwiegenheit werden Betroffene gezielt manipuliert. In vielen Fällen werden Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände gefordert und anschließend durch vermeintliche „Boten“ abgeholt.
Die unmittelbar betroffene Zielgruppe sind überwiegend ältere Menschen über 60 Jahre. Dabei nutzen Kriminelle gezielt öffentlich zugängliche Daten und suchen sich ihre Opfer oft nach Vornamen aus, die auf eine ältere Person schließen könnten.
„Schockanrufe zählen zu den emotional belastendsten Betrugsformen. Die Kriminellen handeln professionell organisiert und nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus“, betont Chefinspektor Hans-Peter Seewald vom Landeskriminalamt Tirol.
Das Landeskriminalamt empfiehlt, verdächtige Gespräche sofort zu beenden, Angehörige direkt zu kontaktieren und Informationen zu überprüfen. Am Telefon sollte niemand über die eigenen finanziellen Verhältnisse informiert werden. Auch sollten nie Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben werden und Warnhinweise von Bankmitarbeitern ernst genommen werden. Bei Zweifel nicht zögern und sofort die Polizei anrufen.
(polizeinews.at - Foto © pixabay)