Gesellschaft
Neue Informations- und Beratungsstelle für Migranten
19.09.2026
Im Vigil Raber Saal in Sterzing stellte kürzlich der Sozialdienst der Bezirksgemeinschaft gemeinsam mit Projektträger „Centro di ricerca e formazione“ und der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung (GRW) Sarntal die neue Informations- und Beratungsstelle für Migranten vor, die im Rahmen eines ESF-Projektes aktiviert werden konnte. Im Rahmen desselben Projektes wurden auch der neue Migrantenschalter in Brixen und „Schutzhütte B1 Rifugio EO“ in Bozen geschaffen.
Zahlreiche Netzwerkpartner und Stakeholder sind zur Vorstellung des Schalters „We meet“ gekommen und haben sich konstruktiv über Herausforderungen und Chancen der Integration ausgestauscht. Diskutiert wurde insbesondere über die Bedeutung einer guten Vernetzung sowie und die Notwendigkeit, verlässliche Orientierungshilfen und klare Rahmenbedingungen zu schaffen. Es gibt bereits zahlreiche Maßnahmen, um Menschen mit Migrationshintergrund das Ankommen zu erleichtern und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Hinderlich sind Ängste und Unsicherheiten auf beiden Seiten – jenen die hier ihre Heimat haben und jenen, die sich hier ein neues Zuhause aufbauen wollen. Das Projekt soll einen Beitrag für ein respektvolles Zusammenleben leisten.
Mit „We Meet“ steht ein niederschwelliges und kostenloses Angebot zur Verfügung, das Menschen mit Migrationsgeschichte Orientierung durch Information, Unterstützung bei bürokratischen Angelegenheiten, Beratung sowie Vorbereitung und Begleitung bei der Arbeits- und Wohnungssuche oder bei Behördengängen gibt. Darüber hinaus unterstützt „We Meet“ neue Mitbürger durch die Vermittlung zu bestehenden Angeboten und die Organisation von Kursen, um die deutsche und italienische Sprache zu erlernen und alltägliche Abläufe und Regeln zu verstehen, etwa bei der Mülltrennung oder im alltäglichen nachbarschaftlichen Zusammenleben, bei Behördengängen oder im Gesundheits- und Bildungssystem. Diese Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für ein selbstständiges Leben und eine erfolgreiche Integration.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure. Durch die Zusammenarbeit von Institutionen, Organisationen und engagierten Personen sollen nachhaltige Lösungen geschaffen und die gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden.
Integration ist ein langfristiger Prozess, an dem alle Beteiligten mitwirken müssen. Die neue Beratungsstelle soll hierfür wichtige Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote schaffen. Gleichzeitig brauche es vonseiten der Menschen, die hierherkommen, um sich hier ein neues Zuhause aufzubauen, die Bereitschaft sich aktiv einzubringen und den Integrationsprozess eigenverantwortlich mitzugestalten, heißt es in der Aussendung der Bezirksgemeinschaft.