Wirtschaft
Einheitliches Glasfasernetz für öffentliche Verwaltung
26.09.2026
In Südtirol baut die Agentur für ein digitales Südtirol ein hochmodernes Glasfasernetz für die öffentliche Verwaltung, darunter Landesämter, Schulen und Gemeindestrukturen auf.
Im Stadtzentrum von Bozen wurden die Landesämter bereits angeschlossen. Bis 2028 sollen 600 weitere öffentliche Gebäude an das landesweite Glasfasernetz (GovNET) angeschlossen sein. Das einheitliche Verwaltungsnetz soll u. a. Synergien schaffen, die Sicherheit erhöhen und die Verwaltung der Systeme vereinfachen.
Die öffentlichen Verwaltungen nutzen immer mehr digitale Dienste: WLAN, Cloud-Programme, Internet-Telefonie, Videokonferenzen und künftig auch KI-Anwendungen, die zuverlässig bereitgestellt sein müssen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Geräte, der Nutzer un Datenmengen, die übertragen werden. Das gut ausgebaute Breitbandnetz, das vorwiegend von der Gesellschaft Infranet zur Verfügung gestellt wird, schafft die Grundlage für das neue Netz. 1.500 Kilometer Hauptleitungen verbinden das gesamte Land. Hinzu kommen die Anbindung der einzelnen öffentlichen Ämter, die Geräte für diese Endpunkte und rund 60 Pops (Knotenpunkte).
17 Standorte (2.400 Nutzer) sind bereits angeschlossen. Für 2026 und 2027 sind rund 600 weitere Anschlüsse geplant, mit etwa 1,4 Millionen Euro Investitionen. Ab 2028 sollen jährlich bis zu 400 zusätzliche Standorte dazukommen; dafür sind jeweils rund 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Welche Standorte zuerst drankommen, richtet sich nach Bedarf, Nutzen und technischer Machbarkeit. Langfristig soll GovNET zur „digitalen Autobahn“ Südtirols werden: eine leistungsfähige Grundlage, damit die öffentliche Verwaltung auch künftig sicher, effizient und bürgernah arbeiten kann.
(LPA; Foto © ADAS, SIAG)