Sport
Schüler wandern von Mittenwald nach Pflersch
28.09.2026
Im Sommer wanderten Schüler des Comenius-Gymnasiums Deggendorf mit sieben Lehrkräften fünf Tage quer durch die Alpen. Unterwegs lernten sie vieles über Alpingeschichte, Landschaft und Hüttenleben.
Von Plattling aus fuhren die Wanderer mit dem Zug und teilweise mit Schienenersatzbussen nach Mittenwald. Von dort marschierten sie entlang der Isar bis nach Scharnitz. Weiter ging es durch die Gleirschklamm und über Waldwege hinauf zum Solsteinhaus. Müde, aber stolz und glücklich, den ersten Tag gemeistert zu haben, genossen dort alle eine wohlverdiente Stärkung – und vor allem ein warmes Bett.
Am folgenden Tag führte der Weg an grasenden Ziegen vorbei hinunter ins Inntal. Dem Bach folgend, ein Tal querend, durch Wald und über einen langen Forstweg stiegen die Schüler zur Kemater Alm auf.
Am dritten Tag stand die längste Etappe auf dem Programm. Bis zur Kuchenpause auf der Starkenburger Alm überwand die Gruppe auf schmalen Pfaden 900 Höhenmeter und zwei Geröllfelder. Danach ging es steil ins Stubaital hinab und mit der Gondel wieder hinauf auf 1.790 m. Von dort führte der Weg über Kuhweiden, durch den Wald und schließlich in praller Sonne über Serpentinen zur Innsbrucker Hütte, wo auf alle ein großes Schnitzel wartete.
Weil ein Gewitter vorhergesagt war, startete die Gruppe am vierten Tag bereits um 6.00 Uhr zur nächsten und letzten Hütte. Sie war schon in der Ferne zu erkennen, doch bis dahin standen noch sechs Stunden Gehzeit bevor. Zunächst wanderten die Schüler ins Gschnitztal hinab, das sich den Murenabgängen des Vorjahres wieder gut erholt hat, auch wenn im Wald noch deutliche Spuren zu sehen sind. Kurz nach Mittag trudelten die letzten Schüler wohlbehalten auf der Hütte ein. Viele gönnten sich dort erstmal einen Kaiserschmarrn. Den Nachmittag verbrachte die Gruppe mit Kartenspielen, Pausen und Ratschen auf der Terrasse.
Am fünften Tag war es dann endlich soweit: Es ging auf nach Italien. An der österreichischen Tribulaunhütte blickten alle noch einmal zurück nach Österreich, bevor sie den Abstieg antraten. Nach einem Zwischenstopp in der Tribulaunhütte in Pflersch – manche nutzen die Gelegenheit für ein Bad im Bergsee – wanderten sie hinab nach St. Anton. Von dort fuhren sie mit dem Bus zurück nach Hause – erschöpft, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Rucksack.