Gesellschaft
Sieben Jagdhunde während Transport erstickt
26.09.2026
Am 13. September wurde auf dem Autobahnrastplatz Trens-Ost ein schwerer Fall von Tiermisshandlung aufgedeckt. Ein Rastplatzbesucher hatte in einem geparkten Fahrzeug mehrere regungslos liegende Hunde der Rasse Englisch Setter bemerkt und daraufhin die Polizei gerufen.
Die Insassen des Fahrzeugs gaben der Straßenpolizei gegenüber an, auf dem Weg nach Lappland zu sein, wo sie einen Jagdausflug machen wollten. Ihre Hunde waren in vier Transportboxen im Heck untergebracht: Zwei Rüden jeweils allein, fünf Hündinnen auf zwei Boxen verteilt.
Fotos vom Einsatz zeigen extrem beengte Verhältnisse: Der Laderaum war mit persönlichen Gegenständen fast vollständig zugestellt. Dadurch waren vermutlich die Luftöffnungen der Boxen blockiert. Zudem war zwischen Boxen und Heckdeckel kaum Platz.
Alle Tiere waren laut Unterlagen ordnungsgemäß geimpft, gechippt und verfügten über einen europäischen Heimtierausweis.
Bei Eintreffen der Beamten waren sechs Hunde bereits tot. Ein siebter Hund verstarb trotz Wiederbelebungsversuchen und sofortiger tierärztlicher Versorgung.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte die Polizei das Fahrzeug, die toten Tiere sowie Jagdwaffen und Munition. Die Ermittlungen dauern an. Die Verantwortlichkeit der Jäger wird nun anhand der Beweise und der angeordneten veterinärmedizinischen Untersuchungen geprüft.
(Foto © https://questure.poliziadistato.it)