Gesundheit
Gesundheitskompetenz schützt vor Fehlinformationen
11.10.2026
Ein Klick genügt, und schon erscheinen online unzählige Ratschläge zu Ernährung, Medikamenten oder vermeintlichen Wundermitteln. Noch nie war es so einfach, an Gesundheitsinformationen zu gelangen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, verlässliche Inhalte von Werbung, Halbwahrheiten oder Falschinformationen zu unterscheiden. Gesundheitskompetenz kann helfen, die Information richtig einzuschätzen.
"Gesundheitskompetenz bedeutet, gute Entscheidungen für die eigene Gesundheit treffen zu können. Gerade weil uns täglich immer mehr Informationen erreichen, müssen wir wissen, welchen Quellen wir vertrauen können und wann es professionelle Beratung braucht. Gesundheitskompetenz ist deshalb ein zentraler Baustein in der Pflege der eigenen Gesundheit und damit auch in der Prävention", so Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Eine einfache Orientierung im Internet bieten diese grundlegenden Fragen:
• Wer verbreitet die Information?
• Stammt sie aus einer seriösen und aktuellen Quelle?
• Gibt es wissenschaftliche Belege dafür?
• Möchte möglicherweise jemand damit Geld verdienen?
Einzelne Erfahrungsberichte, Beiträge auf Social Media oder Kurzvideos können interessante Anregungen liefern, ersetzen aber keine medizinische Beratung.
"Nicht jeder Tipp im Internet ist automatisch eine Gesundheitsinformation", so Messner. "Wer bei Gesundheitsthemen auf verlässliche Quellen setzt und Fachleute einbezieht, schützt sich vor Fehlentscheidungen. Gerade bei Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln oder vermeintlichen Wundermitteln sei Vorsicht geboten.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Gesundheitskompetenz als einen wichtigen Faktor für Gesundheitsförderung und Prävention. Wer Gesundheitsinformationen richtig einordnet, kann Empfehlungen zu Bewegung, Ernährung oder Impfungen besser verstehen, Vorsorgeangebote nutzen, Warnzeichen von Erkrankungen frühzeitig erkennen und weiß, wann ein Arztbesuch notwendig oder wie man mit Medikamenten nutzt. Nicht jeder solle zum Gesundheitsexperten werden. Es gelte aber, informierte Entscheidungen zutreffen, so das Gesundheitsressort.
(Grafik © LPA/Viktoria Huber)