Home it
Instagram Der Erker auf Facebook Kontakt
  • News
  • Erker
    • Über uns Team Werbung Abo bestellen SEPA-Dauerauftrag Geschenk-Abo Adressänderung Abo kündigen Mediendaten Online Voting Netiquette
      Aktuelle Ausgabe ERKER 10 2026 Archiv
      Nächster Redaktionsschluss

      Artikel 15. Oktober
      Inserate 16. Oktober


      >> Regeln Leserkommentare
  • Archiv
    • Serie: Das Wipptal und der Erste Weltkrieg Serie: 150 Jahre Brennerbahn Serie: Fotografen im Gespräch Serie: Ehrenbürger von Sterzing
  • Service
    • Veranstaltungskalender Kleinanzeiger Nützliche Links Wetter Webcam Videos Trauer
      Turnusdienste Ärzte
      Turnusdienste Apotheken
      Verkehrsmeldezentrale
      Pollenflugbericht
      Lawinenlagebericht
      Bus- und Zugfahrplan
       
  • Werbeagentur WIPP-Media
    • Leistungen Kontakt und Beratung Referenzen Werben im Erker
      Im Erker inserieren →

      Nächster Redaktionsschluss

      Artikel 15. Oktober
      Inserate 16. Oktober
Navigation
 
online
Anmelden 
close
Login
Benutzername:
Passwort:
Anmelden
Der angegebene Benutzer oder das Kennwort konnten im System nicht gefunden werden.
Noch kein Benutzer vom Erker? Registriere dich hier →
weather icon
3°C - 16°C Wetter Webcams Lawinen
Home → News → Jede Minute zählt - 29.10.2026 (0 Kommentar/e)
 
 
 
 
Gesundheit

Jede Minute zählt

29.10.2026
Rund drei Menschen erleiden in Südtirol täglich einen Schlaganfall. Zum Weltschlaganfalltag am 29. Oktober erklärt Dr. Giosuè Gulli, Primar der Neurologie im Gesundheitsbezirk Bozen, wie man die Warnzeichen erkennt, richtig handelt und warum bei der Behandlung jede Minute zählt.

Plötzlich hängt ein Mundwinkel herab, ein Arm wird schwach oder die Worte kommen nicht mehr richtig heraus. Was wie aus heiterem Himmel geschieht, ist ein medizinischer Notfall: ein Schlaganfall. Dabei wird ein Teil des Gehirns plötzlich nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Nervenzellen können dadurch innerhalb kurzer Zeit geschädigt werden – mit Folgen, die von vorübergehenden Ausfällen bis hin zu bleibenden Behinderungen reichen.

„Je schneller es gelingt, die Durchblutung wiederherzustellen, desto größer sind die Chancen, Hirngewebe zu retten und bleibende Beeinträchtigungen zu reduzieren. Deshalb gilt der Grundsatz ‚Time is brain' – Zeit ist Gehirn", erklärt Dr. Giosuè Gulli, Primar der Neurologie im Gesundheitsbezirk Bozen.

Damit die Behandlung rasch beginnen kann, müssen alle Schritte ineinandergreifen: von der Erkennung der Symptome und dem Notruf über die bildgebende Diagnostik bis zur neurologischen Beurteilung und zur Wahl der geeigneten Therapie.

„Im Südtiroler Sanitätsbetrieb arbeiten wir nach einem landesweit abgestimmten Versorgungspfad. Die Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten hängt vom reibungslosen Zusammenspiel aller Beteiligten ab, nicht von einer einzelnen Abteilung", betont Gulli. Je nach Art des Schlaganfalls und individueller Situation stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bei einem ischämischen Schlaganfall, der durch ein verschlossenes Blutgefäß verursacht wird, kann eine intravenöse Thrombolyse eingesetzt werden. Dabei soll ein Medikament das Blutgerinnsel auflösen. Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann zusätzlich oder alternativ eine mechanische Thrombektomie infrage kommen. Bei diesem Eingriff wird das Gerinnsel mithilfe eines Katheters aus dem betroffenen Gefäß entfernt.

Ein zentraler Bestandteil der Versorgung ist die „Stroke Unit" an der Neurologie in Bozen. Dort betreut ein spezialisiertes Team die Patientinnen und Patienten engmaschig, überwacht ihre neurologischen und lebenswichtigen Funktionen, beugt Komplikationen vor und plant frühzeitig die Rehabilitation sowie Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Schlaganfälle.

Mit der Akutbehandlung ist die Versorgung nicht abgeschlossen. Eine frühzeitige, individuell abgestimmte Rehabilitation hilft, verlorene Fähigkeiten möglichst wiederzuerlangen und die Rückkehr in den Alltag zu unterstützen. Ebenso wichtig ist die Behandlung der Risikofaktoren, um weiteren Schlaganfällen vorzubeugen.

Entscheidend ist, die Warnzeichen zu kennen und richtig einzuordnen. Für Gulli ist vor allem ein Wort wichtig: plötzlich. „Plötzlich auftretende Schwäche oder Gefühlsstörungen auf einer Körperseite, eine einseitige Gesichtslähmung oder ein asymmetrisches Gesicht, Sprach- oder Verständnisstörungen, Sehstörungen sowie ausgeprägte Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen können auf einen Schlaganfall hinweisen. Alle abrupt auftretenden neurologischen Ausfälle müssen ernst genommen werden", erklärt Gulli.

Eine einfache Merkhilfe ist die FAST-Regel. Sie hilft, typische Warnzeichen rasch zu erkennen:

F - Face (Gesicht): Hängt ein Mundwinkel herab, wenn die Person lächelt?

A - Arms (Arme): Kann die Person beide Arme heben und oben halten?

S - Speech (Sprache): Ist die Sprache plötzlich undeutlich, unverständlich oder gestört?

T - Time (Zeit): Sofort die Notrufnummer 112 wählen – auch wenn die Symptome wieder verschwinden!

Nicht jeder Schlaganfall lässt sich verhindern. Dennoch ist es möglich, das persönliche Risiko deutlich zu senken. Zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren zählen Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte, Vorhofflimmern, Bewegungsmangel und Übergewicht. „Wer diese Werte regelmäßig kontrollieren lässt, nicht raucht, sich ausreichend bewegt, sich ausgewogen ernährt und verordnete Medikamente zuverlässig nimmt, kann das Schlaganfallrisiko deutlich senken", so Dr. Gulli. „Wir arbeiten daran, den gesamten Versorgungspfad noch schneller und effizienter zu gestalten. Doch auch jede und jeder Einzelne kann einen wichtigen Beitrag leisten: Durch gezielte Vorbeugung lässt sich das Schlaganfallrisiko senken, und rasches Handeln im Notfall kann die Chancen auf eine gute Erholung verbessern."

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb erzielt in der Schlaganfallversorgung sehr gute Ergebnisse. Laut dem „Programma Nazionale Esiti" (PNE) 2025 von AGENAS lag die 30-Tage-Sterblichkeit nach einem ischämischen Schlaganfall in Südtirol im Datenjahr 2024 bei rund sechs Prozent – gegenüber einem nationalen Median von 8,4 Prozent. Auch das ANGELS-Monitoring liefert Hinweise auf eine schnelle Akutversorgung: Bei den ausgewerteten Fällen betrug die Zeit zwischen der Ankunft im Krankenhaus und dem Beginn der intravenösen Thrombolyse höchstens 50 Minuten.

(Foto © pixabay)
Drucken  
 
Tweet
Lesermeinungen:
Noch keine Kommentare abgegeben. Sei die/der Erste!
  Melde dich an, um die Kommentare zu lesen oder einen Kommentar zu hinterlassen.
Noch kein Benutzer vom Erker? Registriere dich hier →
Please add 7 and 3 and type the answer here:
weiter Gesundheit:
20211008-psychischegesundheit
26.10.2026
Informationsabend am 29. Oktober in Sterzing
telefon[2]
24.10.2026
Gesundheit: Neue Regeln für Terminabsagen ab März 2027
erste-hilfe-am-berg
17.10.2026
App: Erste-Hilfe-Wissen noch intuitiver
  • Veranstaltungen
    eishockey
    29.10.2026 Heimspiel Broncos-HC Gröden
    Sterzing - Sterzing, Eishalle.  
      29.10.2026 | Tuner: L'accordatore (it.)
      29.10.2026 | Erste Hilfe für die Psyche
      30.10.2026 | Letzte-Hilfe-Kurs
      30.10.2026 | Diggy-Treff
      30.10.2026 | Sterzinger Erntedankfest
      30.10.2026 | Calle Málaga - ein Zuhause in Tanger
      30.10.2026 | Bauernmarkt
    Anzeigen
    Neue Veranstaltung vorschlagen
  • Kleinanzeiger
      Mietwohnung gesucht
      Winkelschleifer groß
      Winkleschrauber+Bohrer
      Multitool
      Schlagbohrmaschine
      Hobelmaschine
      Falzhobel
    Anzeigen
    jetzt Kleinanzeige aufgeben
  • Umfrage
     
     
     
    Sind Sie in einem Verein tätig?
    ja (57%)
    nein (42%)
    Archiv
Kontakt
WIPP-Media GmbH
Der ERKER
Neustadt 20A
I-39049 Sterzing
Tel.: +39 0472 766876
grafik@dererker.it info@dererker.it barbara.fontana@dererker.it
Der Erker
Werben im Erker Online-Werbung SEPA-Dauerauftrag Regeln Leserkommentare Online Voting
Service
Veranstaltungskalender Kleinanzeiger Nützliche Links Wetter Webcam Videos Trauer
 
zurück zum Seitenanfang
Impressum | Sitemap | Cookie-Richtlinie | Privacy | | Webdesign Agentur