Verkehr
Neuer Leitfaden für sicheres Laden im Mehrfamilienhaus
30.10.2026
Die Elektromobilität in Südtirol wächst weiter: Im September 2026 entfielen 30,9 Prozent der Neuzulassungen auf reine Elektroautos, gegenüber 17,8 Prozent im selben Monat des Vorjahres. Mit dieser Entwicklung gewinnt auch das Laden zu Hause zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, in denen mehr als die Hälfte der Südtiroler Bevölkerung lebt. Deshalb hat das Land Südtirol kürzlich den neuen Leitfaden "Aufladen im Kondominium" vorgestellt.
Die Info-Broschüre richtet sich an Wohnungseigentümerinner, Hausverwaltungen sowie Fachleute. Sie bietet praktische Informationen zu technischen, rechtlichen und sicherheitsrelevanten Fragen und erklärt Schritt für Schritt, wie eine Wallbox zum Aufladen des E-Fahrzeugs installiert werden kann. Mit einer Wallbox, die auf den eigenen Bedarf abgestimmt ist, kann man das Auto über Nacht aufladen, den Stromverbrauch besser steuern und die laufenden Kosten senken. Für 100 Kilometer fallen bei einem Elektroauto beispielsweise rund sechs Euro an Stromkosten an, bei einem Dieselfahrzeug sind es rund 13,50 Euro.
Ein besonderer Schwerpunkt des neuen Leitfadens liegt auf
Sicherheit und Brandschutz. Denn auch wenn es sich um einen privaten Stellplatz handelt, müssen die Gegebenheiten der gesamten Garage berücksichtigt und die Brandschutzbestimmungen eingehalten werden. Wer die Hausverwaltung frühzeitig einbindet und qualifizierte Fachkräfte beauftragt, kann Risiken vermeiden und für mehr Sicherheit für alle sorgen.
Nach den derzeit verfügbaren Daten besteht bei Elektroautos
kein höheres Brandrisiko als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Entscheidend ist auch, wie sie geladen werden. Improvisierte Lösungen müssen vermieden und qualifizierte Fachkräfte beauftragt werden. Auch in Mehrfamilienhäusern ist sicheres Laden problemlos möglich, wenn die geltenden Vorschriften eingehalten werden. Eine Anbringung darf jedoch nie im Alleingang, sondern muss durch Fachpersonal erfolgen.
Das Land Südtirol fördert
bis zu 80 Prozent der anerkannten Kosten für Ladestationen, mit einem Höchstbetrag von 1.000 Euro pro Ladesystem. Darüber hinaus stehen staatliche Förderungen von bis zu 1.500 Euro für Privatpersonen und bis zu 8.000 Euro für gemeinschaftliche Ladeanlagen in Mehrfamilienhäusern zur Verfügung. Dabei gelten die jeweiligen Voraussetzungen und Fristen. Für dieselben Ausgaben können die Förderungen nicht miteinander kombiniert werden.
Der Leitfaden "Aufladen im Kondominium" steht auf dem
Mobilitätsportal des Landes zum Download bereit.
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Foto © LPA/Fabio Brucculeri)