Politik
Am Moosfeld: mehr öffentlichen Raum schaffen
11.04.2021
Die Bürgerliste hat auf der Gemeinderatsitzung Ende März die Gründung einer Arbeitsgruppe für Dorfentwicklung, Erhalt, Sicherung und Erhöhung der Lebensqualität der Bürger angeregt. Das Pilotprojekt sollte in der Zone Am Moosfeld starten.
„Am Moosfeld kommen bald über 60 neue Wohnungen dazu, der Spielplatz muss Reihenhäusern weichen, statt öffentlichen Raum gibt es nur noch Straßen, Häuser, Verkehr und Lärm“, so Gemeinderätin Lucia Russo auf der Gemeinderatsitzung. Auch Parkplätze und ein Minirecyclinghof würden fehlen. In Arbeitsgruppen könnten Experten wie Bürger in jeder Zone Probleme aufgreifen und gemeinsam Lösungen finden.
Bürgermeister Stefan Gufler dankte für die Anregung, die in den neuen Bauleitplänen und im Gemeindeentwicklungsplan einfließen wird. Sobald der Gemeindenverband die Rahmenbedingungen für die Raumentwicklungspläne herausgegeben hat, könne die Gemeinde aktiv werden. Gemeinderat Hannes Tratter regte an, sich das Zepter nicht aus der Hand nehmen zu lassen. „Je mehr wir mitarbeiten, umso mehr kann die Gemeinde mitentscheiden anstatt immer nur zu reagieren.“ Gemeinderat Renato Bussola erkundigte sich über Verwendungsmöglichkeiten der Militärstrukturen. Bürgermeister Gufler will diesbezüglich das Gespräch zur Provinz suchen.
Zur Sprache kam auf der Gemeinderatsitzung auch die Bushaltestelle Am Moosfeld. Im Gemeindegebiet Pfitsch werden derzeit an verschiedenen Stellen Bushaltestellen und –häuser angebracht. In der Zone Am Moosfeld wird erst in eineinhalb Jahren ein Bushaus errichtet, da aufgrund der Baustelle kein Platz zur Verfügung steht. Lucia Russo verwies darauf, dass täglich viele Kinder an dieser sehr gefährlichen Stelle auf den Bus warten müssen, während einige Autos mit über 100 km/h vorbeirasen. Auch auf der anderen Straßenseite ist noch kein Bushaus möglich. Referent Harald Hofer hofft darauf, dass sich die Situation durch Ortspolizeikontrollen bessert.
rb