Gesellschaft
Carabinieri informieren über Cybermobbing
31.01.2026
In den vergangenen Tagen haben die Carabinieri von Brixen an der deutschsprachigen Mittelschule „Oswald von Wolkenstein“ ein Seminar zu den sensiblen Themen Mobbing und Cybermobbing abgehalten.
Das Seminar ist Teil des landesweiten Projekts zur Erziehung zur Legalität, das die Carabinieri in Schulen aller Stufen fördern. Ziel der Initiative war es, die Jugendlichen für die Risiken eines unbewussten und unkritischen Umgangs mit mobilen Endgeräten und sozialen Medien zu sensibilisieren.
Im Laufe des Treffens wurden grundlegende technische und rechtliche Aspekte behandelt, darunter:
• Das Recht auf Vergessenwerden: Anhand konkreter Beispiele wurde verdeutlicht, wie schwierig – wenn nicht unmöglich – es ist, Inhalte nach ihrer Veröffentlichung im Internet vollständig und dauerhaft zu löschen.
• Vom „Spaß“ zur Straftat: Es wurde erklärt, wie scheinbar harmlose oder scherzhafte Nachrichten und Videos in Chats zu strafbarem Verhalten eskalieren können, mit schwerwiegenden rechtlichen und psychologischen Folgen.
• Verantwortung und Schaden: Die Schüler reflektierten darüber, wie ein impulsiver Online-Moment das Leben der Betroffenen und ihrer Familien nachhaltig beeinträchtigen kann.
Der Kommandant der Carabinieri-Kompanie Brixen betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung solcher Begegnungen: „Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, Straftaten zu verfolgen, sondern vor allem darin, zu verhindern, dass junge Menschen aus Unwissenheit in die Fallen des Internets geraten. Die Wahrnehmung von Risiken zu schärfen ist entscheidend: Was im virtuellen Raum geschieht, hat reale und unauslöschliche Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Ein ‚einfacher Spaß‘ kann zu einer Wunde werden, die nicht heilt. Zur Legalität zu erziehen bedeutet, Respekt gegenüber anderen als Grundvoraussetzung für ein sicheres Miteinander im Netz zu vermitteln – damit digitale Verletzlichkeit nicht zu einem sozialen Drama wird.“
Foto © Carabinieri Brixen