Gesellschaft
Bei Lawinenabgang bis zur Hüfte verschüttet
09.02.2026
Am Sonntag (8. Februar) unternahmen zwei Österreicher im Gemeindegebiet von Navis eine Skitour in Richtung des Berggipfels der Schafseitenspitze (2.602 m Seehöhe). Bei der Abfahrt wurde einer der beiden Männer bis zur Hüfte verschüttet, er konnte sich aber selbst befreien und blieb unverletzt.
Nach einer kurzen Rast am Gipfel entschieden sich die beiden erfahrenen und entsprechend ausgerüsteten Wintersportler, über einen nordseitig exponierten und rund 40 Grad steilen Hang abzufahren. Ein 63-Jähriger fuhr dabei voraus und löste ein Schneebrett aus. Die Lawine mit einer Anrisshöhe von etwa 20 cm erfasste den Mann und riss ihn rund 400 m in einer Rinne talwärts mit.
Der Mann wurde bis etwa zur Hüfte verschüttet, blieb jedoch unverletzt und konnte sich selbstständig aus den Schneemassen befreien. Der 64-jährige Begleiter wurde nicht von der Lawine erfasst, da er sich noch am Kamm des Berggipfels befand. Nachdem er den Sichtkontakt zu seinem Begleiter verloren hatte, setzte er umgehend einen Notruf ab. In weiterer Folge fuhr er in Richtung des Abgangsbereichs ab, wobei sich der Teilverschüttete zu diesem Zeitpunkt bereits selbst freigegraben hatte.
Er wurde durch den Notarzt erstversorgt und anschließend vom Notarzthubschrauber mittels Tau geborgen sowie zu einem nahegelegenen sicheren Platz geflogen. Nach Abschluss der Unfallaufnahme wurde er mit dem Hubschrauber „Libelle“ zum Parkplatz zurückgebracht, da seine Ausrüstung beschädigt und nicht mehr fahrbereit war. Der Begleiter fuhr selbstständig mit seinen Skiern ins Tal ab.
Zum Unfallzeitpunkt herrschte im betroffenen Gebiet Lawinenwarnstufe 3 (erheblich).