Gesellschaft
Sterzing: Mann mit Springmesser angezeigt
10.02.2026
Am Tag der Eröffnung der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026 intervenierten die Carabinieri der Kompanie Sterzing gemeinsam mit Einsatzkräften der „Compagnia di Intervento Operativo“(C.I.O.) des 10. Carabinieri-Regiments „Campania“ im Pfarrangerweg in Sterzing. Anlass war die Meldung über die Anwesenheit eines Mannes mit einem Messer im Eingangsbereich eines Wohnhauses, der sich in einem offensichtlichen Erregungszustand befand.
Vor Ort identifizierten die Einsatzkräfte die Person – einen Südtiroler mit Wohnsitz in Österreich – der sich im Treppenhaus des Gebäudes aufhielt und zusammenhanglose Aussagen machte. Den Anweisungen der Carabinieri folgend, verließ der Mann das Gebäude und entleerte seine Taschen. Dabei fielen mehrere persönliche Gegenstände zu Boden, darunter ein Springmesser mit einer Gesamtlänge von etwa 20 cm und einer Klingenlänge von rund 10 cm.
Die Waffe wurde umgehend sichergestellt und in Verwahrung genommen. Zur Gewährleistung der Sicherheit der Anwesenden und angesichts des psychophysischen Zustands der Person führten die Einsatzkräfte eine weitere Personendurchsuchung durch, die negativ verlief. Ermittlungen ergaben, dass der Mann zuvor Passanten auf der Straße belästigt und sich anschließend unbefugt Zutritt zu dem Wohnhaus verschafft hatte.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann auf freiem Fuß wegen unrechtmäßigen Waffenbesitzes und Hausfriedensbruchs angezeigt. Aufgrund seines Zustands wurde zudem medizinisches Personal angefordert.
Der Einsatz ist Teil des umfassenden Sicherheitsdispositivs der Carabinieri im Vorfeld der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina 2026. In diesem Zusammenhang wurden zehn Carabinieri der „Compagnia di Intervento Operativo“des 10. Carabinieri-Regiments „Campania“ zur Verstärkung der Kompanie Sterzing entsandt, insbesondere zur Intensivierung der Kontrollen entlang der Grenzachsen und in sensiblen Bereichen.
Die C.I.O. ist eine spezialisierte Einheit der Carabinieri zur Verstärkung der Gebietsüberwachung und unterstützt die Territorialkompanien in Situationen, die eine strukturierte und entschlossene Präsenz erfordern. Sie kommt insbesondere in Grenzregionen, bei Großveranstaltungen, in öffentlichen Notlagen oder in Gebieten mit erhöhtem Sicherheitsrisiko zum Einsatz.
Seit Beginn des Sonderdienstes haben die eingesetzten C.I.O.-Carabinieri im Wipptal rund 250 Personen identifiziert und etwa 130 Fahrzeuge kontrolliert.