Der Safer Internet Day am 10. Februar steht unter dem Motto „KI and Me – Künstliche Beziehungen“.DerFachbereich „DigitaleLebenswelten“imForumPräventionmachtdarauf aufmerksam, wie sich KI-Begleiter auf Kinder und Jugendliche auswirken können.
KI-Bots werden zunehmend genutzt, um Fragen zu Gesundheit, Schule, Freundschaft oder Sexualität zu stellen. Dabei funktionieren diese Chatbots ähnlich wie persönliche FreundeoderempathischeRatgeber.DerentscheidendeUnterschiedistjedoch,dass KI-Systeme Nähe und echtes Mitgefühl nur vortäuschen.
Studienzeigen,dassMenschenimGesprächmitKIemotionaleNäheempfindenkönnen. Besonders stark ist dieses Gefühl, wenn sie nicht wissen, dass sie mit einer KI sprechen. Manche fühlten sich der KI sogar stärker verbunden als mit echten Menschen, da die Antwortenoftsehrpersönlichundzustimmendwirken.SobalddenNutzerbewusst ist, dass es sich um eine KI handelt, nimmt dieses Nähegefühl deutlich ab.
„Das zeigt: Unser Wissen darüber, mit wem wir sprechen, beeinflusst stark, wie nah wir uns fühlen , sagt Manuel Oberkalmsteiner von der Fachstelle Digitale Lebenswelten im Forum Prävention.
GeradefürKinderundJugendlicheistdaseinsensiblesThema.Siebefindensichineiner Phase der Entwicklung und Unsicherheit, in der Freundschaften, Beziehungen und die eigene Identität besonders wichtig sind. Wenn KI fortwährend versucht, Nähe zu erzeugen, kann das zu falschen Erwartungen oder emotionaler Abhängigkeit führen.
Es braucht klare Regeln und ethische Leitlinien für KI-Systeme sowie eine gezielte Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie sollen lernen, KI kritischzunutzenundihreGrenzenzuerkennen.GleichzeitigbrauchenjungeMenschen Erwachsene, die ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen, ihnen zuhören und Orientierung geben.
DerFachbereich „DigitaleLebenswelten“setztsich seitvielenJahrenmitdigitalenThemen auseinanderundbietetinsbesonderefürElternInformations-undUnterstützungsangebote an, darunter aktuell den „Smartphone-Führerschein für Eltern“ auf start-smart.it.