Gesellschaft
Bei Lawinenabgang verletzt
06.04.2026
Am Freitag (3. April) wurde bei einem Lawinenabgang am Hinteren Wilden Turm in den Stubaier Alpen ein US-Amerikaner verletzt.
Zwei US-Amerikaner unternahmen ausgehend von der Franz-Senn-Hütte eine alpine Skihochtour mit dem Ziel, den Gipfel des Hinteren Wilden Turms zu besteigen. Im Zuge des Aufstieges über den Verborgen-Berg-Ferner beschlossen die zwei Alpinisten, über eine steile, südöstlich ausgerichtete Rinne in Richtung Gipfel hinaufzuspuren. Als sie den oberhalb der Rinne liegenden Kamm erreichten, zogen sie ihre Skier ab, montierten diese auf dem Rucksack und stapften weiter über den erreichten Kamm in Richtung Gipfel.
Plötzlich löste der Vorausgehende gegen 13.30 Uhr eine Schneebrettlawine am Kamm aus, die beide Wintersportler erfasste und über eine östlich ausgerichtete Rinne rund 200 m mitriss.
Einer der beiden war beim Stillstand der Lawine bis zu seinen Schultern teilverschüttet, konnte sich jedoch selbstständig befreien und blieb unverletzt. Sein Begleiter war komplett ganzverschüttet, nur ein Arm ragte noch aus der Lawine.
Nachdem sich der Teilverschüttete aus der Lawine befreien konnte, schaufelte er umgehend seinen Begleiter aus, der bei Bewusstsein war, aber eine schwere Schulterverletzung erlitten hatte.
Ein weiterer Alpinist hatte den Lawinenabgang aus der Ferne beobachtet und den Notruf abgesetzt. Der Verletzte wurde vom Notarzthubschrauber „Alpin 2“ in die Universitätsklinik nach Innsbruck verbracht. Der zweite Verunglückte wurde unverletzt vom Polizeihubschrauber „Libelle“ geborgen und zur Franz-Senn-Hütte ausgeflogen.
Nach erster Erhebung handelt es sich um eine mittelgroße Schneebrettlawine, die eine Gesamtlänge von etwa 200 m und im obersten Bereich eine Breite von 15-20 m aufwies.