Euromediterranea ist die wichtigste jährliche öffentliche Veranstaltung
der Alexander Langer Stiftung: ein Moment des Dialogs über die Themen,
die das Denken und Handeln Alexander Langers geprägt haben — Frieden,
ökologische Gerechtigkeit, Menschenrechte und Begegnung zwischen
Kulturen. Die Veranstaltung ist eng mit dem Internationalen
Alexander-Langer-Preis 2026 und seiner Verleihungszeremonie verbunden.
Die Ausgabe 2026, One Planet. Joining Hands, ist der Klimagerechtigkeit
und der Friedensarbeit gewidmet. Im Mittelpunkt steht François Kamate
Kasereka, Träger des Internationalen Alexander-Langer-Preises 2026: ein
junger kongolesischer Aktivist aus Nord-Kivu, der durch die Macht der
Gewaltlosigkeit für den Schutz des Virunga-Nationalparks, gegen
Ressourcenausbeutung und für eine gerechte ökologische Wende kämpft. In
Nord-Kivu ist das Zusammenspiel von bewaffneten Gruppen,
Ressourcenausbeutung und Klimakrise dramatisch spürbar: In diesem
Kontext erweist sich der Umweltaktivismus als eine vielfältige Form der
Friedensarbeit, denn die Klimakrise wirkt als Konfliktverstärker,
während Frieden eine unabdingbare Voraussetzung für jede wirksame
Klimapolitik ist.
Wie Alexander Langer lehnt Kamate die Logik des Extraktivismus ab und
setzt auf eine sozial wünschenswerte ökologische Transformation,
verwurzelt im lokalen Dialog und in globaler Verantwortung.
Euromediterranea 2026 lädt ein, über folgende Herausforderung
nachzudenken: Frieden und Klimagerechtigkeit als zwei Seiten derselben
Medaille zu begreifen.
Euromediterranea 2026 vereint, vom 17. bis zum 19. April, in drei Tagen der Begegnung zwischen
Bozen und Sterzing, Aktivisten, Forschende und internationale
Fachleute, die an der Schnittstelle von Klimagerechtigkeit,
Menschenrechten und Friedensarbeit tätig sind.
Das Programm wechselt zwischen Workshops für Jugendliche, Festakte,
Podiumsgesprächen, Filmvorführungen und Musik, mit Gästen, die Stimmen
und Erfahrungen im Zeichen des Geistes Alexander Langers einbringen:
Zuhören, Gewaltlosigkeit und geteilte Verantwortung.
Termine in Sterzing (in Zusammenarbeit mit: Casarci, Gemeinde Sterzing, Stadtbibliothek Sterzing) am Sonntag (19. April):
10.30 – 13.30 Uhr: Begegnung mit François Kamate Kasereka und dem kongolesischen Liedermacher Valentin Mufila, CASARCI
Anhand von Fotos und der Musik von Mufila teilt Kamate seine Geschichte und tritt in Dialog mit dem Publikum.
Moderation: Stefano Petrungaro – Fondazione Alexander Langer Stiftung
Ab 12.00 Uhr: Buffet
13.30 – 14.30 Uhr: Spaziergang „Auf den Spuren von Alex"
15.00 – 18.15 Uhr:
Demokratie, Ressourcenmanagement und soziale Gerechtigkeit, Stadttheater Sterzing
15.00 Uhr: Einführung mit François Kamate Kasereka und David Hofmann – Fondazione Alexander Langer Stiftung
15.30 Uhr: Vorführung des Dokumentarfilms Congo LUCHA (FR/ITA/EN) von Marlène Rabaud, 2018, Der Film erzählt vom gewaltlosen Kampf junger Aktivist*innen der Bewegung LUCHA (Lutte Pour Le Changement) für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und die Einhaltung der Verfassung in der Demokratischen Republik Kongo.
16.30 Uhr: Gespräch mit Katharina Crepaz – Fondazione Alexander Langer Stiftung, Sheila Romen, Marco Pertile
Moderation: Elisabeth Alber – Fondazione Alexander Langer Stiftung
18.15 Uhr: Umtrunk
Gäste:
Valentin Mufila – Kongolesischer Singer-Songwriter
Marco Pertile – Professor für Völkerrecht an der Universität Trient, spezialisiert auf humanitäres Völkerrecht und natürliche Ressourcen in bewaffneten Konflikten
Sheila Romen – DPPA-Mitarbeiterin der Vereinten Nationen in Kinshasa, mit über einem Jahrzehnt Erfahrung in Peacebuilding und dem Schutz von Zivilpersonen in der Großen-Seen-Region