Kultur
Zeitgenössische Kunst in der Festung
07.06.2026
Von Mitte Juni bis zum 8. November ist in der Festung Franzensfeste die zweite Fort Biennale zu sehen. „Reclaiming Collective“, so der Titel der Ausstellung, ist eine Reise in vier Kapiteln, geleitet von der Gemeinschaftlichkeit und Zusammengehörigkeit, in der Neu- und Andersartigkeit im Dialog mit den massiven Mauern der Festung steht, die den inhaltlichen Ausgangspunkt bilden.
Antworten geben auf die drängenden Herausforderungen der Zeit, von der Zunahme von Konflikten über die Ausbreitung autoritärer Systeme. Von der Klimakrise bis zur Krise der Menschenrechte. Von den Chancen der Digitalisierung bis zur Erosion zwischenmenschlicher Beziehungen. Das ist der Anspruch, den sich die Ausstellung stellt. Begegnung, interaktiver Austausch und Zusammenhalt rücken dabei in den Mittelpunkt eines von Migration, Mehrsprachigkeit und Grenzerfahrungen geprägten Kontexts, in dem zeitgenössische Kunst in einen vielschichtigen Dialog mit der Geschichte und Architektur des Ortes tritt.
Die diesjährige Ausstellung ist als Spielraum gedacht, um anderen Vorstellungswelten zu begegnen. „Reclaiming Collective“ möchte trennende Hindernisse überwinden, zu Teilhabe und gegenseitiger Unterstützung anregen.
Gezeigt werden Werke von rund zwanzig italienischen und internationalen Künstlern aus den Bereichen Denken, Spielen, Tanzen und Performance im Dialog mit Stimmen von Forschern von Eurac Research. Einzelne Werke werden ortsbezogen adaptiert.
Bei der Vernissage am 13. Juni (11.00 Uhr) werden die Kuratoren Hannes Egger, Veronika Vascotto und Andrea Lerda in die Ausstellung einführen. Um 12.00 Uhr folgt eine Performance von Tobias Tavella. Parallel dazu sind von 12.00 bis 19.00 Uhr DJ’s und vielfältige Musikdarbietungen zu hören, die vom experimentellen Akkordeon, elektronischer Musik, Jazz, Hip Hop, Afrobeat, Afrohouse, RNB bis zu psychedelischer Downtempo-Musik reichen.
(Im Bild: Micaela Piñero, Un mensaje colectivo olvidado, 2025, Courtesy der Künstlerin. Foto © Francesco Daoglio)