Verkehr
Brenner: Blockade ruhig verlaufen
30.05.2026
Die angekündigte Sperre des Brennerkorridors am Samstag (30. Mai) ist aus Sicht der Einsatzkräfte ruhig und geordnet verlaufen. Ein Verkehrschaos sowie kilometerlange Staus auf Südtirols Straßen blieben aus. Die Brennerautobahn wurde wie geplant um 19.00 Uhr wieder geöffnet.
Bereits ab den frühen Morgenstunden liefen am Sitz der Agentur für Bevölkerungsschutz in der Drususallee in Bozen alle Fäden zusammen. Im Landeslagezentrum beobachtete Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher gemeinsam mit Vertretern der Agentur für Bevölkerungsschutz, des Regierungskommissariats, der Quästur, der Ordnungskräfte, des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren und des Landesstraßendienstes laufend die Verkehrslage. Unterstützt wurden die Einsätze durch landesweit verteilte Kameras sowie den ständigen Austausch mit der staatlichen Koordinierungsstelle „Viabilità Italia“. In regelmäßigen Bewertungskonferenzen wurden alle Entwicklungen besprochen.
Um 8.30 Uhr verabschiedeten Landeshauptmann Kompatscher und der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, Klaus Unterweger, nach einem Briefing die Motorradstaffeln von Weißem Kreuz und Rotem Kreuz. Diese wurden im Vinschgau sowie im Eisacktal und Pustertal positioniert, um mögliche Probleme direkt an das Lagezentrum zu melden. Zusätzlich stand der Betreuungszug der Sektion Zivilschutz des Weißen Kreuzes bereit, um bei Bedarf Wasser und Verpflegung an Verkehrsteilnehmer zu verteilen.
„Die Bevölkerung hat sich verantwortungsbewusst verhalten und an unsere im Vorfeld verbreiteten Ratschläge gehalten. Dadurch konnten größere Staus verhindert werden“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Auch auf Tiroler Seite fiel die erste Bilanz positiv aus. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle dankte den Einsatzkräften, Behörden sowie der Bevölkerung für die Zusammenarbeit und das Verständnis. Gleichzeitig verwies er auf die Herausforderungen, die eine Blockade einer der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen mit sich bringe.
Die Kundgebung auf der Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brennerpass verlief insgesamt geordnet. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzorganisationen und Behörden trug wesentlich dazu bei, die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten.
(Archivbild)