Kultur
Fotografische Erkundungen des Dazwischen
23.06.2026
Vom 27. Juni bis 29. August zeigt Kloster Neustift in der Engelsburg die Ausstellung “RELATIONES. Fotografische Erkundungen des Dazwischen”. 18 Künstler aus Südtirol, Österreich und Deutschland erkunden mit den Mitteln der Fotografie die vielfältigen Beziehungsgeflechte des Menschen — zu seinem Gegenüber, zur Welt und zu dem, was ihn übersteigt. Die Ausstellung ist Teil des Jahres der Fotografie 2026.
Die beteiligten Künstler nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihre Arbeiten erzählen von Nähe und Distanz, Identität und Erinnerung, Natur und Lebensraum, gesellschaftlichen Verbindungen und Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens.
Kuratorin Sandra Mutschlechner versteht die Ausstellung als Einladung, über die vielfältigen Formen menschlicher Beziehungen nachzudenken: „Beziehungen prägen unser Leben, oft ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen. RELATIONES zeigt, wie Fotografie diese Verbindungen sichtbar macht und unseren Blick auf das Miteinander erweitern kann. Fotografie dokumentiert nicht nur Begegnungen, sondern entsteht selbst aus einer Begegnung: zwischen dem Blick der Fotografierenden und der Welt“, so Mutschlechner. „Gerade darin liegt ihre besondere Kraft.“
Die besondere Architektur der Engelsburg bildet den räumlichen Rahmen der Ausstellung und wird selbst zum Teil des Konzepts. Der historische Rundbau — seit Jahrhunderten Schwelle, Durchgang, Ort des Aufeinandertreffens — führt die Besucher durch drei thematische Ebenen: Im Untergeschoss stehen die unmittelbaren Beziehungen zwischen Menschen im Mittelpunkt, der Blick auf das Gegenüber, auf das was entstehen kann wenn wir wirklich hinschauen und auf das was auf Distanz hält. Der Rundgang im Obergeschoss weitet den Fokus auf das Verhältnis des Menschen zur Welt, zur Natur die ihn umgibt und zu den Systemen in denen wir leben. Im ehemaligen Kapellenraum richtet sich der Blick auf das was entsteht wenn Menschen sich einlassen — auf jene Verbindungen die über das Individuelle hinauswachsen und den Einzelnen als Teil von etwas begreifen, das ihn einschließt oder gar übersteigt.
Die Ausstellung vereint Arbeiten von Anna Anvidalfarei, Julia Bornefeld, Florian Borkenhagen, Karin Ferrari, Michael Fliri, Werner Gasser, Heinz Innerhofer & Christina Auer, Giancarlo Lamonaca, Katharina Theresa Mayr, Sissa Micheli, Anuschka Prossliner, Karin Schmuck, Michael Schmücking, Othmar Seehauser, Tiberio Sorvillo, Nicole Weniger, Gustav Willeit und Marko Zink.