Gesellschaft
Ratschings : Der Muttergottes zur Ehre
19.07.2026
Vor kurzem wurde beim „Reaserhof“ in Ratschings ein Bildstöckl zu Ehren der Muttergottes wiedererrichtet, das 1999 abgerissen worden war.
Da der Stall beim „Reaserhof“ an die neuen Anforderungen angepasst wurde, musste das Bildstöckl aus Platzgründen abgerissen werden. Die Muttergottesstaue musste in der Folge 29 Jahre auf dem Dachboden ausharren, bis sie wieder ein neues Zuhause bekommen sollte.
Vor 150 bis 170 Jahren – das weiß man nicht mehr so genau – wurde das Bildstöckl erreichtet. Daneben verläuft nämlich ein Graben, der den Hof immer wieder mit Gissen bedrohte. Ganz genau weiß man aber auch das nicht, denn einer anderen Überlieferung nach soll der Grund für die Errichtung die Heilung eines Erkrankten gewesen sein. Aus einem Versprechen heraus wurde es jedenfalls 2025 neu aufgebaut. Da man über die Größe und das genaue Aussehen des alten Bildstocks nichts wusste, holte sich Johann Leitner landauf, landab Ideen, wie die Muttergottes am besten zur Geltung kommen würde. Langsam wurde die Vorstellung klarer. Als man endlich einen geeigneten Standort gefunden hatte, wurde schließlich das Fundament gegossen und der Grundstein gesetzt. Auf einem Steinsockel wurde ein Rundbogen errichtet, das Dach wurde mit Schindeln eingedeckt, für die Sicherheit der Muttergottes – sie soll laut Restaurator Christoph Hofer etwa 160 Jahre als sein – sorgt ein schmiedeeisernes Gitter.
Am 17. Mai wurde nun das Bildstöckl vom ehemaligen Dekan Christoph Schweigl in Anwesenheit von zwei Schützen geweiht und unter den Schutz der Muttergottes gestellt. Nun möge die Muttergottes die Anwohner und die Passanten vor Unheil bewahren, vor allem aber soll sie die Gebete um Frieden erhören.