Gesundheit
Einigung nach fast zwei Jahren Verhandlungen
09.09.2026
Fast zwei Jahre lang haben die öffentliche Delegation des Landes Südtirol, der Sanitätsbetrieb und die drei Gewerkschaften der Allgemeinmedizin (SNAMI, FIMMG, SMI) verhandelt. Jetzt liegt eine Einigung vor: Am 8. September wurde der Entwurf des Landeszusatzvertrags für die Allgemeinmedizin unterzeichnet.
Der neue Vertrag soll dazu beitragen, das Modell der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Südtirol wirksam umzusetzen. Kerninhalte sind u. a. eine höhere Vergütung für Allgemeinmediziner in den Gemeinschaftshäusern (über dem staatlichen Kollektivvertrag), mehr Zusatzleistungen („Leistungen von besonderem beruflichem Aufwand“), etwa diagnostische Tätigkeiten, eine stärkere Förderung von Ärzten in peripheren Gebieten sowie eine gezieltere Unterstützung der ärztlichen Tätigkeit in Seniorenwohnheimen.
Für diese Maßnahmen hat die Landesregierung mehr als acht Millionen Euro bereitgestellt.
Der Entwurf wird nun den zuständigen Kontrollorganen zur Prüfung vorgelegt. Danach entscheidet die Landesregierung über die endgültige Genehmigung. Ziel ist, dass der Vertrag noch heuer, bis Ende 2026, in Kraft tritt.
(sabes; Foto © LPA/Samuel Vieider)