Gesundheit
Neue Gesundheitshotline
15.09.2026
Wer gesundheitliche Beschwerden hat und nicht weiß, welcher Dienst der richtige ist, soll künftig nur noch eine Nummer wählen müssen: die 116117. Ab 15. September ist die kostenlose Rufnummer im Gesundheitsbezirk Bozen rund um die Uhr erreichbar und unterstützt Menschen bei gesundheitlichen Anliegen, die keinen Notfall darstellen. Das Pilotprojekt wird schrittweise auf ganz Südtirol ausgeweitet.
Die Gesundheitshotline 116117 soll die wohnortnahe Gesundheitsversorgung stärken und dazu beitragen, unnötige unangemessene Zugänge zu Notaufnahmen zu vermeiden. Die Hotline richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden, die medizinische Hilfe, Beratung oder Orientierung benötigen, ohne dass eine akute Lebensgefahr besteht. In Notfällen bleibt weiterhin die Rufnummer 112 die richtige Anlaufstelle.
Die Leitstelle der Gesundheitshotline befindet sich am Krankenhaus Bozen und arbeitet rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Ihr Auftrag ist, Menschen schnell, verlässlich und gezielt an die richtige Stelle zu lotsen. Zehn Disponenten nehmen die Anrufe entgegen. Bei komplexeren Anliegen werden sie von Pflegefachkräften und Ärzten unterstützt. Für die Einschätzung stehen standardisierte Abläufe und digitale Werkzeuge zur Verfügung. Ziel ist es, für jedes Anliegen die passende Versorgung zu finden, sei es die Hausärztin oder der Hausarzt, ein Gemeinschaftshaus, die Betreuungskontinuität oder ein anderer Gesundheitsdienst.
Die 116117 startet zunächst als Pilotprojekt im Gesundheitsbezirk Bozen. Eingebunden sind auch die Gemeinschaftshäuser Bozen-Loew Cadonna, Klausen und Leifers. Die dabei gesammelten Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung des Dienstes ein. In einem zweiten Schritt wird die Gesundheitshotline auf ganz Südtirol ausgeweitet.
Im Bild (v.l.) Sanitätsdirektor Josef Widmann, Pflegedirektorin Marianne Siller, Gesundheitslandesrat Hubert Messner, Generaldirektor Christian Kofler, Pflegedienstleiterin Astrid Santoni und der Koordinator der Leitstelle Alessio Zancanaro bei Bei der Vorstellung der neuen Gesundheitshotline 116117 im Landeskrankenhaus in Bozen (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)