Mit der neu gegründeten Stiftung perspektiven-lernen sollen junge Menschen in Südtirol künftig noch stärker von besonderen Lernorten außerhalb des Klassenzimmers profitieren. Die Stiftung mit Sitz in Bozen unterstützt Projekte, in denen Lernen praxisnah, erfahrungsorientiert und gemeinschaftlich stattfindet. Offiziell trägt sie den Namen „Stiftung für die Unterstützung des Bildungssystems der Deutschen Bildungsdirektion“. Sie wurde auf Initiative des Bildungslandesrates Philipp Achammer gemeinsam mit dem Verein Horizont ins Leben gerufen. Den Vorsitz der Stiftung hat Josef Watschinger inne.
Die Stiftung baut auf bestehenden Bildungsinitiativen in Südtirol auf. Außerschulische Lernorte ermöglichen Kindern und Jugendlichen Lernen durch praktische Erfahrungen, Naturerlebnisse, kreatives Arbeiten und gemeinsames Handeln. Dazu zählen u. a. die Erlebnisschule Langtaufers, der Burger Hof in Prags, die WerkSTOTTschual Aschbach sowie die Draußenschule Ahrntal.
Ein zentrales Ziel der Stiftung ist es, bestehende Lernorte zu stärken und ihre Weiterentwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig sollen neue Lernorte entstehen. So wird in Perdonig ein neuer Lernort gemeinsam mit unterschiedlichen Beteiligten entwickelt und gestaltet. Im September startet zudem das grenzüberschreitende Interreg-Projekt im Wipp- und Eisacktal, in dessen Rahmen gemeinsam mit Partnern neue Ideen und Angebote für junge Menschen und die Region entwickelt werden.
Die Stiftung fördert die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Lernorten und weiteren Partnerorganisationen. So wächst ein Netzwerk, das Lernen auch außerhalb des Klassenzimmers stärkt und weiterentwickelt.
Begleitet wird die Stiftung von einem fünfköpfigen Stiftungsrat, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden die strategische Ausrichtung verantwortet.
Die Lernorte schaffen Räume, in denen Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen, ihre Stärken entdecken, Gemeinschaft erleben und nachhaltige Erfahrungen sammeln können. Ziel ist es, junge Menschen auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten und sie bei der Entfaltung ihrer Potenziale zu unterstützen.
Inklusion ist dabei ein Grundprinzip. „Unabhängig von individuellen Voraussetzungen oder Bedürfnissen stehen die Lernorte allen Kindern und Jugendlichen offen. Vielfalt wird dabei nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung verstanden“, betont Direktorin Angelika Griessmair.
Der Name der Stiftung ist Programm: perspektiven-lernen steht für die Idee, jungen Menschen neue Blickwinkel zu eröffnen und ihnen Erfahrungen zu ermöglichen, die ihren Blick auf sich selbst, auf andere und auf die Welt erweitern.
Damit diese Arbeit langfristig möglich ist, sucht die Stiftung Partner, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Sponsorinnen und Sponsoren, die gemeinsam mit ihr ein starkes Bildungsnetzwerk in Südtirol weiterentwickeln möchten.
Interessierte können sich per E-Mail an info@perspektiven-lernen.org wenden. Weitere Informationen unter www.perspektiven-lernen.org
Ihre Meinung ist gefragt!
Was braucht es, damit sich Kinder und Jugendliche im Wipptal und im Eisacktal entfalten, Neues ausprobieren und ihre Region mitgestalten können? Genau das möchte die Stiftung perspektiven-lernen jetzt von der Bevölkerung wissen. Im Rahmen eines Interreg-Projektes soll – gemeinsam mit Partnern nördlich und südlich des Brenners – ein neuer außerschulischer Lernort entstehen: ein Raum zum Lernen, Ausprobieren und Anpacken, der die bestehende Bildungslandschaft ergänzt.
Bevor geplant wird, wird zugehört: Alle Menschen aus dem Wipptal diesseits und jenseits des Brenners sowie dem Eisacktal sind eingeladen, an einer Online-Befragung teilzunehmen. Die Teilnahme ist anonym. Die Ergebnisse fließen direkt in Gespräche und Workshops ein, bei denen die Idee des Ortes konkret Gestalt annimmt.
Die Befragung läuft bis Ende Oktober hier.
Jede Stimme zählt – die von Jugendlichen genauso wie die von Eltern, Berufstätigen, Ehrenamtlichen und Menschen mit langer Lebenserfahrung.