Umwelt
Neue Fotofallen stärken Wildtiermonitoring
04.03.2026
In Südtirols Wäldern werden derzeit neue Fotofallen installiert mit dem Ziel, ein präzises Bild der Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und damit eine fundierte Grundlage für das langfristige Wildtiermanagement zu schaffen.
In Südtirols Wäldern werden derzeit rund 200 neue Fotofallen installiert. Die Abteilung Forstdienst baut damit das wissenschaftlich begleitete Monitoring der heimischen Wildtierbestände weiter aus, insbesondere im Hinblick auf das Großraubwild. Die Kameras werden an strategisch ausgewählten Standorten wie Wildwechseln, Wanderwegen und Forststraßen angebracht und lösen automatisch aus, sobald sich ein Tier im Erfassungsbereich bewegt. Sie arbeiten geräuschlos und unauffällig und dienen ausschließlich der Beobachtung von Wildtieren. Ziel ist es, ein präzises Bild der Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und damit eine fundierte Grundlage für das langfristige Wildtiermanagement zu schaffen.
Anfang Februar wurde im NOI Techpark eine Schulung für das Forstpersonal und die hauptberuflichen Jagdaufseher organisiert, die das Monitoring vor Ort umsetzen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von erfahrenen Fachleuten im Bereich Wildtiermonitoring. Die Installation der Fotofallen ist Teil der Neuausrichtung des Wildtiermonitorings, das in enger Abstimmung mit den technischen Ämtern der Nachbarregionen – darunter Trentino, Tirol und die Schweiz – entwickelt wurde.
Vertreter der technischen Ämter Südtirols haben kürzlich an einem Expertentreffen der ARGE Alp in Bregenz zum Thema Große Beutegreifer teilgenommen mit dem Ziel, die internationale Zusammenarbeit weiter zu stärken und gemeinsame Standards im Monitoring, Datenaustausch und Management großer Beutegreifer zu fördern. Neben genetischen Erhebungen wie der Sammlung von Kot, Urin, Haaren oder der Analyse von Kadavern sowie der Archivierung von Sichtungen stellt das erweiterte Fotofallenmonitoring eine wesentliche Ergänzung dar, um noch konsistentere und belastbarere Daten zu gewinnen.
Der Schutz personenbezogener Daten hat höchste Priorität. Personen werden weder identifiziert noch ausgewertet; Bilder, auf denen Personen erkennbar sind, werden umgehend gelöscht. Im Umfeld der Fotofallen informieren Hinweistafeln über Zweck, verantwortliche Organisation und rechtliche Grundlagen der Datenverarbeitung. Die Bevölkerung wird ersucht, die Kameras nicht zu berühren oder zu entfernen.
Foto © LPA/Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst