Wirtschaft
Erfolgreicher Start für WippEnergy
14.05.2026
Die Erneuerbare Energiegemeinschaft WippEnergy blickt auf ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr zurück. Seit ihrer Gründung am 28. Juli 2025 hat sich die Genossenschaft als zukunftsweisendes Modell für die Energiewende im Wipptal etabliert. Ziel der Gemeinschaft ist es, die lokale Erzeugung und den Verbrauch erneuerbarer Energie besser aufeinander abzustimmen und dadurch sowohl die Stromnetze zu entlasten als auch die Wertschöpfung im Bezirk zu stärken.
Bereits wenige Monate nach der Gründung konnte WippEnergy eine beachtliche Entwicklung verzeichnen. Zum Jahresende 2025 zählte die Genossenschaft 87 Mitglieder, darunter sowohl Betreiber von Photovoltaikanlagen als auch Unternehmen und private Haushalte als Stromverbraucher. Die Aktivitäten verteilen sich auf drei Primärkabinen im Wipptal, während sich ein Großteil der geplanten Anlagen noch im Bau befindet und im Laufe des Jahres 2026 in Betrieb gehen soll.
Im Zentrum des Konzepts steht die gemeinschaftliche Nutzung von lokal erzeugter Energie. WippEnergy arbeitet ohne Gewinnabsicht und setzt darauf, den Strom möglichst zeitgleich dort zu verbrauchen, wo er produziert wird. Dadurch profitieren alle Mitglieder direkt von der sogenannten „geteilten Energie“, für die ein staatlicher Fördertarif vorgesehen ist. „Unser Ziel ist es, die Energiewende vor Ort greifbar zu machen und die Menschen aktiv einzubinden“, so Präsident Paul Eisendle. „Wenn Produktion und Verbrauch zusammenpassen, entsteht ein echter Mehrwert für alle Beteiligten.“
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Entwicklung wurden im Oktober 2024 geschaffen, als Energiegemeinschaften in Italien auch auf nationaler Ebene ermöglicht wurden. Diese Neuerung eröffnete erstmals wirtschaftlich tragfähige Perspektiven für solche Modelle und bildete die Grundlage für die Gründung von WippEnergy im Vorjahr.
Auch wirtschaftlich fällt die erste Bilanz positiv aus. Trotz des frühen Entwicklungsstadiums und noch nicht aktiver Anlagen konnte im Rumpfgeschäftsjahr 2025 ein leichter Überschuss erzielt werden. Die ersten relevanten Einnahmen aus der Energieproduktion werden jedoch erst ab 2026 erwartet, mit den entsprechenden Förderauszahlungen im Folgejahr.
„Wir stehen noch am Anfang, aber die Richtung stimmt“, betont Eisendle. „Die große Stärke unserer Gemeinschaft liegt darin, dass Produzenten und Verbraucher gemeinsam handeln und so die Energiezukunft aktiv gestalten.“
Mit Blick auf die kommenden Jahre rechnet die Genossenschaft mit einem deutlichen Ausbau ihrer Aktivitäten. Die Inbetriebnahme zahlreicher Photovoltaikanlagen im Jahr 2026 sowie die ersten Förderauszahlungen im Jahr 2027 markieren wichtige Meilensteine. Gleichzeitig bleibt die Energiegemeinschaft weiterhin offen für neue Mitglieder.